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Nach Explosion in Hamburg: Viele Mieter stehen vor dem Nichts


Mieter stehen vor den Trümmern ihrer Existenz

Von Eva Puschmann

Aktualisiert am 04.06.2021Lesedauer: 2 Min.
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Rauch zieht über ein explodiertes Gebäude in Hamburg-Barmbek: Die Explosion des Gebäudes hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. (Quelle: t-online)
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Die Explosion eines Bürogebäudes in Hamburg hat die Bürger schockiert. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Die Mieter stehen vor der großen Frage: Wie geht es jetzt weiter?

Seit der Explosion am Montag besteht für das Haus ein striktes Betretungsverbot. Weil die Trümmer nach der Explosion einsturzgefährdet sind, können auch die Ermittlungen und die Spurensicherung nur mit Drohnen von außen durchgeführt werden. Wo zuvor Ton- und Fotostudios, ein Yogastudio und die Räumlichkeiten eines Streetwear-Labels waren, ist nur noch Schutt und Asche zu sehen. Jurik Maretzki ist einer der Mieter. Er hat zusammen mit Kay Petersen ein Tonstudio betrieben. Was noch davon übrig ist, weiß er nicht genau.

"Machen wir uns nichts vor, eine Detonation, Wasser, herabfallende Gegenstände, das alles wird schon einiges kaputt gemacht haben", sagt er. In allen Studios habe sich teures Equipment und Arbeitsmaterial befunden. Aktuell hoffen die Mieter, dass es am Donnerstag oder Freitag die Möglichkeit gibt, zumindest einen Teil des Hauses betreten zu können, um dort Eigentum abzusichern.

Mieter warten auf Informationen

"Für die Polizei ist es ein Tatort", erklärt Maretzki. Während die Ermittler über weitere Maßnahmen zur Spurensicherung beraten, kommen die Informationen nur schleppend bei den Betroffenen an. "Aber wir arbeiten daran! Heute haben wir uns mit den Mietern des Hauses getroffen und eine gemeinsame Email an die Polizei geschrieben", so Maretzki weiter. Darin werde um ein Treffen mit den Ermittlern gebeten.

Auch eine Interessengemeinschaft der Geschädigten ist schnell gegründet worden. "So können wir uns gegenseitig unterstützen", erklärt der Musik-Produzent. "Wir teilen unser Schicksal und helfen uns mit Kontakten und Aufrufen über Social Media. So ist nach einem schrecklichen Ereignis etwas Schönes, eine schöne Gemeinschaft entstanden", so Maretzki. Auch eine Spendenseite (Hier geht es zur Seite) haben sie schon erstellt. So hoffen die Studiobetreiber, zumindest einen Teil ihres Schadens ausgleichen zu können. Denn ob und wann die Versicherung den Geschädigten etwas zahlen würde, ist noch unklar, solange die Ursache der Explosion noch nicht gefunden ist.

Hilfe aus der Musikbranche habe den Produzenten schon erreicht. Insgesamt sind so bereits mehr als 10.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Maretzki selbst konnte auch spontan eine Ausweichmöglichkeit für die Räumlichkeiten finden. Wie es dann mit seinem Arbeitsmaterial aussieht, da bleibt für ihn nur weiter zu hoffen.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Jurik Maretzki
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Frau in Polizeigewahrsam muss wiederbelebt werden
  • Markus Krause, Regio-Redakteur für Hamburg.
Von Markus Krause
ExplosionFeuerwehrPolizei

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