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Tim Mälzer: "Man darf die Leute nicht alleine lassen"

Von dpa
Aktualisiert am 03.02.2022Lesedauer: 3 Min.
TV-Koch Tim M√§lzer sitzt an einem Tisch seines Restaurants "Bullerei" (Archivbild): Der Gastronom hatte coronabedingt drei Wochen schlie√üen m√ľssen.
TV-Koch Tim M√§lzer sitzt an einem Tisch seines Restaurants "Bullerei" (Archivbild): Der Gastronom hatte coronabedingt drei Wochen schlie√üen m√ľssen. (Quelle: Christian Charisius/dpa-bilder)
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Zur Wiederer√∂ffnung seines Restaurants "Bullerei" in Hamburg hat sich der TV-Koch Tim M√§lzer zum Umgang mit durch Corona gebeutelten Unternehmen ge√§u√üert. Dabei hat er auch Lob f√ľr die Politik √ľbrig.

Der Hamburger Fernsehkoch und Gastronom Tim M√§lzer hofft darauf, dass die Politik durch Corona in Existenznot geratene Unternehmen weiterhin nicht alleine l√§sst. "Ich w√ľrde mir w√ľnschen, dass die Regierung nach wie vor hinter den Kulissen daran strickt, den ins Straucheln geratenen Unternehmen ‚Äď egal ob Einzelhandel, Unterhaltung oder Gastronomie ‚Äď zu helfen. Dass deutlich wird, dass das keine Last ist, die ein Einzelner tragen muss, sondern dass das die Gemeinschaft tr√§gt", sagte der 51-J√§hrige der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die Menschen seien g√§nzlich unverschuldet ins Wanken geraten. "Man darf die Leute nicht alleine lassen, die jetzt vor den Tr√ľmmern ihrer Existenz stehen."

M√§lzer selbst hatte sein Restaurant in Hamburg, die "Bullerei", zuletzt f√ľr drei Wochen coronabedingt geschlossen. Am Donnerstag nimmt das Team das Gesch√§ft wieder auf. Zuvor wurde viel probegekocht, gewerkelt und ausprobiert. "Das ist ja das, was die Politik bislang nicht verstanden hat, dass so ein √Ėffnen und Schlie√üen von Gastronomie immer auch Anlauf- und Auslaufkosten verursacht."

Hamburg: Lob an die Politik f√ľr bessere Kommunikation

Dennoch gestand M√§lzer der Politik auch zu, dass sie mittlerweile besser auf die Krise reagiert. "Ich habe das Gef√ľhl, dass wir in eine offenere Kommunikation gehen. Es gibt weniger Rechthaberei. Das wurde von mir im vergangenen Jahr als sehr viel konfrontativer empfunden. Und ich habe auch das Gef√ľhl, dass versucht wird, der Pandemie vorausschauender gegen√ľberzutreten." In einer Krise gebe es zudem "kein komplettes Richtig und keine Entscheidungen, die spurlos an uns vorbeigehen".

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M√§lzers Unternehmen sei wie die meisten, die sowieso im Licht stehen, bislang gut durch die Corona-Krise durchgekommen. "Die kleinen Betriebe, die nicht ganz so im Fokus stehen, die sind gewaltig ins Straucheln geraten." Abgesehen davon, sei die Krise auch noch nicht vorbei. Und es gebe branchen√ľbergreifend das Problem des Mitarbeitermangels ‚Äď aus vielerlei Gr√ľnden.

Personalausfall weiterhin großes Problem

Einer davon: Wegen m√∂glicher positiver Schnelltests m√ľssten viele Mitarbeiter daheim teilweise recht lange auf das verz√∂gerte Ergebnis des PCR-Tests warten. "Dadurch haben wir dann diverse gesunde Leute daheim und wir k√∂nnen nicht unermesslich immer nachf√ľllen und tauschen." Er habe in seinem Bekanntenkreis viele Gastronomen, die gern √∂ffnen w√ľrden, das aber wegen fehlender Mitarbeiter schlicht nicht k√∂nnen. "Das ist der Killer f√ľr ein jedes Unternehmen. Das kann ein gro√ües Problem werden. Und ich glaube, das wird uns noch weiter besch√§ftigen."

M√§lzer und sein Team empfangen die "Bullerei"-G√§ste von Donnerstag an "unver√§ndert hoch motiviert", wie er weiter sagte. Vor dem Restaurant gebe es nun auch ein Corona-Testzentrum mit kostenlosen Tests f√ľr spontane Besucher, ohne Booster-Impfung oder aktuellen, negativen Test. In der "Bullerei" gilt die 2G-plus-Regel, also entweder zweimal geimpft oder genesen und getestet oder geboostert.

F√ľr die n√§chsten Monate hat M√§lzer sich mit Blick auf den Herbst und Winter vorgenommen, weiter aktiv alle Corona-Parameter im Blick zu haben und die n√§chste Corona-Welle nicht auszuschlie√üen. "Damit das nicht so schnell wieder in Vergessenheit ger√§t und wir das n√§chste Mal ‚Äď wenn es denn so sein sollte ‚Äď besser vorbereitet reingehen."

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Deutsche Presse-AgenturGastronomieTim Mälzer

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