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96-Geschäftsführer kritisiert DFL: "Nicht handlungsfähig"

Hannover  

96-Geschäftsführer kritisiert DFL: "Nicht handlungsfähig"

30.07.2021, 11:46 Uhr | dpa

96-Geschäftsführer kritisiert DFL: "Nicht handlungsfähig". Robert Schäfer

Hannovers Geschäftsführer Robert Schäfer. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Hannovers Geschäftsführer Robert Schäfer hat die Deutsche Fußball Liga wegen Untätigkeit in der aktuellen Corona-Krise kritisiert. "Das Fatale ist, dass wir Verbandsregelungen bräuchten, einen Rahmen mit Vorgaben. Die DFL ist aber nicht handlungsfähig. Sie ist nicht mal in der Lage, die Führung neu zu besetzen. Christian Seifert hat seinen Abschied rechtzeitig angekündigt, seit einem Jahr passiert da aber nichts", sagte Schäfer in einem "Sportbuzzer"-
Interview (Freitag).

Auch mit Blick auf die 50+1-Regelung ärgerte sich Schäfer über die DFL. "Da ist die Liga auch nicht handlungsfähig. Das Kartellamt hat gesagt, ihr müsst das regeln. Diese Kraft hat die DFL aber nicht", merkte er an. "Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Ausnahmen einkassieren oder die Regel aufheben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Clubs, die seit Jahrzehnten erfolgreich Fußball spielen, rechtlich zulässig in eine andere Form gezwungen werden können", meinte der Geschäftsführer des Zweitligisten.

Der Geschäftsführer des Zweitligisten holte zudem zum Rundumschlag gegen Clubs aus, die sich "aktuell mit Staatsgeldern" finanzieren und nannte Schalke 04 und 1. FC Köln. "In einer Zeit, in der sich der Staat verschuldet, um Gastronomien und Künstler zu retten und Kurzarbeitergeld zu zahlen, lassen sich Profivereine vom Steuerzahler retten", sagte Schäfer. "Ich frage mich – mit welcher Berechtigung?"

Auch im Hinblick auf die Fans mahnte Schäfer ein Umdenken der gesamten Branche an. "Der Profifußball muss auf die Menschen zugehen und nicht umgekehrt. Der Fußball ist in seinem Erfolg bequem und langsam geworden, uns fehlt die Innovation. Da kommt einiges auf uns zu, erst recht nach der Corona-Krise", erklärte der 45-Jährige. 

Spieler- und Beratergehälter müssen nach Schäfers Meinung "geregelt" werden. Auch die Vereine sollten ihr Vorgehen überprüfen. "Im Markt gibt’s Überhitzungen, die durch nichts zu rechtfertigen sind", sagte er. "Die Unvernunft, keine Gewinne erzielen zu wollen, weil man dann Steuern zahlen muss, habe ich mehrfach bei Clubs erlebt. Aus dieser alten Denke müssen wir rauskommen und dazu übergehen, dass Gewinne die Zukunft sichern können."

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