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Niedersachsen: 150 Mitarbeiter streiken bei Ikea – keine Einigung in Sicht

Schwelender Tarifkonflikt  

Streik bei Ikea – Verdi fordert Erhöhung der Löhne

21.09.2021, 15:25 Uhr | dpa

Niedersachsen: 150 Mitarbeiter streiken bei Ikea – keine Einigung in Sicht. Ein Ikea-Einrichtungshaus von außen: Verdi ruft Mitglieder zum Streik auf. (Quelle: dpa/Federico Gambarini/Archivbild)

Ein Ikea-Einrichtungshaus von außen: Verdi ruft Mitglieder zum Streik auf. (Quelle: Federico Gambarini/Archivbild/dpa)

Bei mehreren Einrichtungshäusern von Ikea wird am Dienstag gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Mitarbeiter unter anderem höhere Löhne. Dem Streik war ein monatelanger Tarifstreit vorausgegangen. 

Im seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt im Einzelhandel ruft die Gewerkschaft Verdi an diesem Dienstag in Niedersachsen und Bremen zu einem landesweiten Streiktag in mehreren Ikea-Möbelhäusern auf. Betroffen sind ab morgens die Standorte Großburgwedel, Hannover Expo-Park, Bremerhaven, Osnabrück und Braunschweig, wie Verdi mitteilte.

Neben den Einrichtungshäusern im Nordwesten Deutschlands beteiligen sich nach Gewerkschaftsangaben auch Geschäfte in Bayern, Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen an dem Streik. Ikea lehnte eine Stellungnahme unter Verweis auf laufende Verhandlungen ab.

Verdi-Verhandlungsführerin Sabine Gatz sagte zur Begründung, Ikea sei Mitglied der Tarifkommission Niedersachsen und beteilige sich an der "bundesweiten Blockadehaltung der Einzelhandelsunternehmen, so dass den Beschäftigten immer noch eine angemessene Entgelterhöhung und Wertschätzung für ihre gute Arbeit fehlt".

Verdi fordert in Hannover "abschlussfähiges" Angebot von Ikea

Der Streiktag sende zudem auch eine Botschaft in Richtung der zeitgleich stattfindenden Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen. "Ein ernstzunehmendes, abschlussfähiges Angebot muss endlich auf den Tisch", sagte sie. Zwischen zehn und elf Uhr sei eine Streikkundgebung vor dem Einrichtungshaus Großburgwedel geplant.

Verdi fordert für die Einzelhandelsbeschäftigten unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat für alle Beschäftigen, 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung, sowie ein Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

150 Streikbeteiligte, aber weiter keine Lösung in Sicht

Verdi-Landesspressesprecher Matthias Büschking erklärte gegenüber t-online, dass sich 150 Ikea-Mitarbeiter an dem Streiktag beteiligt haben. Sie arbeiten normalerweise an den Standorten in Bremerhaven, Braunschweig, Hannover und Osnabrück und kamen nach Großburgwedel, um dort die Kundgebung zu hören. "Es gibt noch keinen neuen Verhandlungstermin mit Ikea und es ist noch nicht abzuschätzen, ob es weitere Streiktage geben wird", so Büschking. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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