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"Hells Angels" in Spanien: Rocker-Boss Hanebuth drohen 13 Jahre


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Rocker-Boss Hanebuth drohen 13 Jahre Haft

Von t-online, dpa, mtt

Aktualisiert am 28.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Hanebuth 2020 in Hannover vor Gericht (Archivbild): Damals kam er mit einer Geldstrafe davon.
Hanebuth 2020 in Hannover vor Gericht (Archivbild): Damals kam er mit einer Geldstrafe davon. (Quelle: localpic/imago-images-bilder)
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Die letzten beiden Verfahren gingen gut bis glimpflich für ihn aus, beim nächsten könnte es brenzlig werden: Frank Hanebuth muss in Madrid zum Mega-Prozess anreisen. Mit ihm stehen mehr als 40 weitere "Hells Angels" vor Gericht.

Zuletzt kam Frank Hanebuth ungeschoren davon. Im vergangenen September stellte das Amtsgericht Hannover ein Körperverletzungs-Verfahren gegen den ehemaligen Oberboss der "Hells Angels" ein. Ein Jahr zuvor war der Rocker an gleicher Stelle noch wegen einer anderen Prügelei zu 4.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden – für Hanebuth wohl eher Peanuts.

Wenn der bundesweit berüchtigte Glatzkopf das nächste Mal vor Gericht tritt, geht es um ungleich mehr. Ab dem 9. Januar 2023 wird ihm der Nationale Oberste Gerichtshof in Madrid den Prozess in Spanien machen.

Hannoveraner Rocker-Boss 2013 auf Finca festgenommen

Vorgeworfen werden Hanebuth und 46 weiteren Angeklagten laut "Mallorca Zeitung" unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Zwangsprostitution, Menschenhandel, Erpressung, Drogenhandel, Geldwäsche und Betrug. Die Summe der geforderten Haftstrafen für die 47 Angeklagten beläuft sich demnach auf insgesamt 298,5 Jahre – 13 davon könnten auf Hanebuth entfallen.

Der Prozess ist der Abschluss eines Verfahrens, das sich seit vielen Jahren hinzieht. Die Ermittlungen reichen bis ins Jahr 2009 zurück. 2013 wurde Hanebuth zusammen mit anderen mutmaßlichen Motorrad-Rockern auf einer Finca in Lloret de Vistalegre im Inneren der spanischen Urlaubsinsel festgenommen und ins Gefängnis gesteckt.

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Zahlreiche schwere Verbrechen am "Ballermann"

Die Gruppe soll nach den Erkenntnissen der Ermittler an der Playa de Palma – dem berühmt-berüchtigten "Ballermann" – zahlreiche schwere Straftaten begangen haben. Fast alle Verdächtigen hatten nach Polizeiangaben auf Mallorca "ein Luxusleben geführt". Hanebuth lebte etwa auf einem Anwesen, dessen Wert von den Behörden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt wurde.

Nach zwei Jahren hinter Gittern wurde der langjährige Präsident der inzwischen aufgelösten "Hells Angels" Hannover gegen eine Kaution von 60.000 Euro und unter Auflagen aus der U-Haft entlassen. Erst 2017 durfte er Spanien verlassen und kehrte nach Hannover zurück.

Unter den Angeklagten sind auch drei Polizisten

Es dauerte bis 2019, dann erst erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Und nun soll die Hauptverhandlung starten. Laut "Bild" wurden bislang 15 Gerichtstermine festgelegt.

Für zwei mutmaßliche Führungsmitglieder der Bande forderte die Staatsanwaltschaft sogar jeweils 38,5 und 33,5 Jahre Haft. Unter den Angeklagten sind auch zwei mallorquinische Polizisten und ein Angehöriger der Nationalpolizei Guardia Civil, denen Haftstrafen zwischen fünfeinhalb und siebeneinhalb Jahren drohen. Sie sollen dem Rockerclub Informationen gegen Bezahlung geliefert haben.

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Verwendete Quellen
  • "Mallorca Zeitung": "Termin für den Prozess gegen Hanebuth steht"
  • "Bild": "Jetzt droht Hells-Angels-Boss Hanebuth der Spanien-Knast"
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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  • Patrick Schiller ist t-online Regio Redakteur in Hannover.
Von Patrick Schiller
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