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Tesla will mit Auslieferung erster Autos starten

Von dpa
14.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Tesla Gigafactory Grünheide
Blick auf die Baustelle der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/dpa-bilder)
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Rund zwei Wochen nach der Genehmigung will der US-Elektroautobauer Tesla in der neuen Fabrik in Grünheide bei Berlin loslegen. Am 22. März plant Tesla nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, die ersten Autos auszuliefern. Bei einer Veranstaltung in Grünheide sollen demnach die ersten Kunden die Autos erhalten. Dazu wird voraussichtlich auch Konzernchef Elon Musk erwartet. Eine Eröffnungsfeier soll für Mitarbeiter vorgesehen sein. Damit würden die ersten Autos aus der Fabrik knapp ein Dreivierteljahr nach dem angepeilten Produktionsstart ausgeliefert. Musk hatte gehofft, schon ab Juli 2021 Autos bauen zu können.

In einer ersten Phase ist geplant, dass Tesla in Grünheide mit rund 12 000 Beschäftigten rund 500 000 Autos im Jahr herstellt. Das Unternehmen will diese Zahlen möglichst schnell erreichen. Das Land Brandenburg genehmigte den Bau der ersten Autofabrik von Tesla in Europa am 4. März. Im Bescheid sind über 400 Auflagen genannt, darunter zum Trinkwasser, zur Reinhaltung der Luft und zum Umgang mit Störfällen. Umweltverbände und Anwohner befürchten negative Folgen für Umwelt und eine mögliche Knappheit von Trinkwasser. Tesla hatte die Bedenken stets zurückgewiesen und den geplanten maximalen Wasserverbrauch zwischenzeitlich verringert.

Bis zur Eröffnung muss das Unternehmen noch Auflagen und Bedingungen erfüllen, und die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme müssen abgenommen werden. Die Informationsplattform "Teslarati" berichtete am Sonntag über die Pläne der Auslieferung von Autos. Der "Tagesspiegel" hatte Anfang März geschrieben, dass für den 22. März eine Eröffnungsfeier geplant ist. Tesla-Chef Musk könnte dabei für Unterhaltung sorgen: Bei Twitter hatte er auf die Frage, ob er bei der Eröffnung tanzen wird, mit Smiley geantwortet: "Haha sicher."

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Das Autowerk steht bereits, obwohl die Genehmigung erst ein paar Tage alt ist. Gebaut wurde es von Tesla über rund 20 vorzeitige Zulassungen auf eigenes Risiko. Das Genehmigungsverfahren verzögerte sich, weil Tesla im Antrag für die Fabrik unter anderem eine Batteriefabrik ergänzte und dafür erneut eine Anhörung von Kritikern nötig wurde.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach fordert schnellere Genehmigungsverfahren, wenn ein Investor im Planungsprozess wesentliche Änderungen vornimmt. "Ein Unternehmen darf nicht bestraft werden, wenn es Verbesserungen im laufenden Prozess vornimmt und zugleich Mängel im ursprünglichen Antrag heilt", sagte der SPD-Politiker der "Märkischen Allgemeinen". "Das muss die entscheidende Lehre aus dem Projekt sein."

Für Unruhe sorgt ein Gerichtsurteil zur Wasserförderung in der Region. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hat für Donnerstag eine außerordentliche Verbandsversammlung einberufen. Laut Tagesordnung soll unter anderem über einen Versorgungsvertrag mit Tesla vom September 2020 beraten werden. "Wir merken ganz viel Verunsicherung und wollen Erklärungen geben", sagte Sprecherin Sandra Ponesky am Montag. Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hatte eine Genehmigung zur Wasserförderung im Wasserwerk Eggersdorf, die Tesla einschließt, aus formellen Gründen verworfen - nun muss eine Öffentlichkeitsbeteiligung nachgeholt werden. Aus Sicht des WSE ist die Grundlage für den Versorgungsvertrag mit Tesla entfallen. Das Land will allerdings einen Teil der Wasserförderung weiter dulden.

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