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Regierung und Landtag würdigen Afghanistan-Einsatz

Kiel  

Regierung und Landtag würdigen Afghanistan-Einsatz

18.10.2021, 13:18 Uhr | dpa

Regierung und Landtag würdigen Afghanistan-Einsatz. Empfang für Einsatz-Rückehrer aus Afghanistan in Kiel

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, spricht. Foto: Markus Scholz/dpa (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Landesregierung und der Landtag haben am Montag in Kiel die abgeschlossene Afghanistan-Mission der Bundeswehr gewürdigt. Rund 200 Soldatinnen und Soldaten aus dem Land, die in den vergangenen 20 Jahren in Afghanistan stationiert waren, kamen laut Staatskanzlei auf Einladung von Ministerpräsident Daniel Günther und Landtagspräsident Klaus Schlie (beide CDU) zu einem Empfang. Die Teilnehmer gedachten auch der deutschen Soldaten, die in dem Einsatz starben.

"Sie haben in Afghanistan im Auftrag der Regierung und mit dem Mandat des Parlaments Sinnvolles geleistet", sagte Günther den Angaben zufolge. "Der dramatische Abzug soll nicht verdecken, dass mit Ihrem Einsatz eine Gesellschaft und eine Region über 20 Jahre stabilisiert worden sind." An die Rückkehrer gewandt, sagte der Regierungschef: "Schleswig-Holstein verneigt sich vor Ihnen! Sie alle verdienen die Anerkennung der Gesellschaft für Ihre Leistungen während des 20-jährigen Afghanistan-Einsatzes".

Günther erinnerte daran, dass in den dramatischen Tagen nach dem Abzug mehr als 5300 Deutsche, Verbündete und afghanische Ortskräfte von der Bundeswehr aus Kabul gerettet wurden. Dass täglich viele tausend deutsche Soldaten in Auslandseinsätzen der Gefahr von Gefechten, Verwundung, Kriegstraumata und Tod ausgesetzt seien, werde oft verdrängt. Der CDU-Politiker wünschte sich mehr Aufmerksamkeit und Dankbarkeit der Gesellschaft.

Parlamentsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber (SPD) bekundete den Dank des Landtags für die Verdienste der Soldaten um den bisher längsten und schwierigsten Einsatz der Bundeswehr. "Sie haben 20 Jahre lang Ideen von Demokratie, Gleichberechtigung und freiheitlichen Werten nach Afghanistan gebracht", sagte sie. Diese Impulse klängen in der Bevölkerung nach.

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