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Habeck: Wieder ein Schleswig-Holsteiner Bundesminister

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Habeck: Wieder ein Schleswig-Holsteiner Bundesminister

08.12.2021, 16:01 Uhr | dpa

Habeck: Wieder ein Schleswig-Holsteiner Bundesminister. Robert Habeck

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) legt seinen Eid ab. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit Robert Habeck ist seit langer Zeit wieder ein Politiker aus Schleswig-Holstein Bundesminister. Der Grüne wurde am Mittwoch zum Minister für Wirtschaft und Klimaschutz berufen. "Es ist mir eine Ehre, als Schleswig-Holsteiner in diesem Kabinett vertreten zu sein. Rüm hart - klaar kiming (friesisch: Weites Herz - klarer Horizont)", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Habeck (52) war von 2012 bis 2018 in Kiel Minister für Umwelt, Energie und Landwirtschaft, bevor er als Bundesvorsitzender seiner Partei nach Berlin wechselte.

Vor Habeck war der Liberale Edzard Schmidt-Jortzig der letzte Bundesminister, der aus Schleswig-Holstein geholt wurde. Er führte von 1996 bis 1998 das Justizressort, nachdem er an der Kieler Uni den Lehrstuhl für Öffentliches Recht besetzt hatte. Eine Schleswig-Holstein-Vergangenheit hatte auch der gebürtige Hamburger Peer Steinbrück, Bundesfinanzminister von 2005 bis 2009. Er war von 1993 bis 1998 Wirtschaftsminister in Kiel, danach Wirtschafts- und Finanzminister sowie Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen.

Echte Landeskinder aus Schleswig-Holstein als Bundesminister waren Björn Engholm (SPD) und Gerhard Stoltenberg (CDU). Der Kieler Stoltenberg war in den 60er Jahren Bundesforschungsminister, dann von 1971 bis 1982 Ministerpräsident in Kiel und danach Bundesminister für Finanzen und Verteidigung. Der Lübecker Engholm war 1981/82 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, von 1988 bis 1993 Ministerpräsident in Kiel. Dann trat er von allen Ämtern zurück, auch als designierter Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 1994. Er musste zuvor eine frühere Falschaussage zu Hintergründen des Barschel/Pfeiffer-Skandals von 1987 eingestehen.

Der einstige Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) kam zwar aus Lübeck und blieb seiner Geburtsstadt immer verbunden, war nach seiner Rückkehr aus dem norwegischen Exil nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aber nie landespolitisch in Schleswig-Holstein aktiv.

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