t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomeRegionalKöln

Köln: Papst Franziskus will vorerst nicht über Woelkis Zukunft entscheiden


Rücktrittsgesuch des Kardinals
Papst Franziskus äußert sich erstmals über Woelkis Zukunft

Von t-online, mec

14.06.2022Lesedauer: 2 Min.
imago images 159219888Vergrößern des BildesKardinal Rainer Maria Woelki nach seiner Auszeit: Wie wird es für ihn weitergehen? (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilen
Auf WhatsApp teilen

Wird Papst Franziskus zu Woelkis Rücktrittsgesuch bald eine Entscheidung treffen? In einem Interview äußerte sich das Kirchenoberhaupt nun erstmals – und formuliert klar, wessen Idee Auszeit und Rücktrittsgesuch war.

Kirchenrechtlich dürfte eine Entscheidung über das Rücktrittsgesuch des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki längst überfällig sein. Denn auch wenn nicht ganz klar ist, wann genau Woelki es eingereicht hat, läuft ab dem Gesuch eine Frist von drei Monaten. Doch weil der Papst der Papst ist, kann er diese Regel durchaus aushebeln und sich mehr Zeit für seinen Entschluss lassen. Und genau das scheint Franziskus vorzuhaben.

In einem Interview mit den europäischen Kulturzeitschriften der Jesuiten hat sich der Papst erstmals zu Woelki und dem Rücktrittsgesuch geäußert. So sagte er: "Was geschieht, ist, dass es viele Gruppen gibt, die Druck machen, aber unter Druck ist es nicht möglich, zu unterscheiden. Dann gibt es ein wirtschaftliches Problem, für das ich eine finanzielle Visitation in Erwägung ziehe. Ich warte, bis es keinen Druck mehr gibt, um zu unterscheiden." Was genau mit dem finanziellen Aspekt gemeint ist, ließ Franziskus offen.

Köln: Kardinal Woelkis Pause war doch nicht freiwillig

Den Vorgang rund um die beiden Missbrauchsgutachten, die Woelki viel Kritik einbrachten und schließlich zu einer Auszeit des Kardinals führten, in der er wiederum das Rücktrittsgesuch an den Papst verfasste, beschreibt Franziskus so: "Als die Situation sehr turbulent war, bat ich den Erzbischof, für sechs Monate wegzugehen, damit sich die Dinge beruhigten und ich klarer sehen konnte. Denn wenn das Wasser aufgewühlt ist, kann man nicht gut sehen. Als er zurückkam, bat ich ihn, ein Rücktrittsgesuch zu verfassen. Er tat dies und gab es mir. "

Das ist insofern bemerkenswert, als dass Woelki die Auszeit zunächst als seine eigene Idee beschrieben hatte. Und: Franziskus äußert klar, dass er den Kardinal um das Rücktrittsgesuch gebeten hat.

Außerdem, so Franziskus weiter, habe Woelki einen Entschuldigungsbrief an die Diözese geschrieben. "Ich habe ihn an seinem Platz gelassen, um zu sehen, was passieren würde, aber ich habe sein Rücktrittsgesuch in der Hand." Ob und wann der Papst das Rücktrittsgesuch annimmt, bleibt somit aber weiter offen.

Verwendete Quellen
  • Interview in den europäischen Kulturzeitschriften der Jesuiten
  • Eigene Recherchen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website