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Köln: Schuhverkäuferin will mit Nagelbrett Obdachlose fernhalten


Kölner Schuhladen will Obdachlose mit Nagelbrett fernhalten

Von t-online, lka, yer

26.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Selbstgebasteltes Nagelbrett: Die Vorrichtung wurde vom Ordnungsamt beschlagnahmt.Vergrößern des BildesSelbstgebasteltes Nagelbrett: Die Vorrichtung wurde vom Ordnungsamt beschlagnahmt. (Quelle: Stadt Köln)
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Eine Schuhverkäuferin in Köln hat mit einer ungewöhnlichen Methode Obdachlose abschrecken wollen. Das könnte jetzt Folgen haben.

Eine Mitarbeiterin eines Schuhgeschäfts in der Kölner Ehrenstraße hat zu einer drastischen Maßnahme gegen Obdachlose gegriffen, indem sie zwei selbstgebaute Nagelbretter aufgestellt hat. Das berichtet der "Express". Nachts sollten dort künftig keine Obdachlosen mehr schlafen.

Die Stadt Köln bestätigte den Vorfall auf t-online-Anfrage.

Die Personen ohne festen Wohnsitz halten sich nachts oft in Geschäftseingängen auf, so auch dort in der Ehrenstraße. "Ich habe nichts dagegen, dass die Menschen vor unserem Laden schlafen", wird die leitende Mitarbeiterin vom "Express" zitiert, die die Nagelabwehr aufgestellt hat. "Sie sollen es aber bitte so verlassen, wie sie es vorgefunden haben."

Köln: Ordnungsamt entfernt die spitzen Nagelbretter

Die Bretter seien selbst gebaut worden, mit Akkuschrauber und Winkeln. Zusätzlich sei ein Schild am Laden angebracht worden. "Leider sind wir gezwungen, den Türzugang vor einem nächtlichen, ungebetenen Gast, zu schützen, welcher uns regelmäßig seine Exkremente und seinen Müll hinterlässt. Wir ertragen diese Schweinereien und Gerüche nicht mehr", heißt es da, wie der "Express" berichtet.

Mittlerweile sind die spitzen Bretter seitens des Ordnungsamtes nach Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern entfernt worden. "Die Feuerwehr leistete Amtshilfe, weil die Bretter mit Ketten an der Eingangstür fixiert worden waren und von den Einsatzkräften mit einem Bolzenschneider gelöst werden mussten", teilte die Stadt Köln t-online mit.

Mitarbeiterin: Beschwerden über "schlimmen Gestank"

Die Mitarbeiterin rechtfertigt sich im Gespräch mit dem "Express" noch für die gefährliche Aktion: "Jeden Morgen müssen wir hier 45 Minuten die Ausscheidungen von Menschen wegmachen. Wir haben schon mehrfach die Polizei gerufen", so die Frau. "Nach einem Platzverweis kommen sie nach zwei Stunden zurück. Unsere Kundschaft und die Nachbarschaft beschweren sich über den schlimmen Gestank. Ich bin fertig mit den Nerven. Das war eine Notlösung." Dann fügt sie jedoch hinzu, dass die Bretter eine "doofe Idee" gewesen seien.

Der Stadt Köln zufolge führe das Ordnungsamt die weiteren Ermittlungen und prüft auch "ein Verfahren gegen die mutmaßlichen Verursacher". Es lägen keine Hinweise darauf vor, dass bereits Personen durch die Bretter verletzt worden seien.

Verwendete Quellen
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