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Köln: Keine Ermittlungen gegen Woelki wegen eidesstattlicher Aussage


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Keine Ermittlungen gegen Woelki wegen eidesstattlicher Aussage

Von dpa
Aktualisiert am 29.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Kardinal Rainer Maria Woelki (Archivbild): Drei Priester hatten den Kardinal angezeigt.
Kardinal Rainer Maria Woelki (Archivbild): Drei Priester hatten den Kardinal angezeigt. (Quelle: Christoph Hardt/imago images)
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Nach der Anzeige von drei Priestern gegen Kardinal Woelki gibt es nach Auffassung der Staatsanwaltschaft keine zureichenden Anhaltspunkte für Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft Köln lehnt Ermittlungen gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki wegen einer eidesstattlichen Versicherung zu dem früheren Sternsinger-Chef Winfried Pilz ab. Woelki war unter anderem von drei Priestern angezeigt worden, weil sie ihm eine falsche eidesstattliche Versicherung vorgeworfen hatten. Es gebe jedoch keine zureichenden Anhaltspunkte dafür, teilte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn am Donnerstag mit.

Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Anzeigen wegen einer anderen eidesstattlichen Versicherung von Woelki würden noch geprüft, sagte Willuhn.

Was wird dem Kardinal vorgeworfen?

Dem 2019 gestorbenen Pilz werden Missbrauchsvorwürfe gemacht. Woelki hatte in einem presserechtlichen Verfahren versichert, erst ab der vierten Juniwoche dieses Jahres mit dem Fall befasst worden zu sein.

Der Deutschlandfunk und die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" hatten hingegen berichtet, dass Woelkis Büroleiterin bereits Anfang Mai einen mutmaßlichen Betroffenen für Ende Juni zu einem Gespräch mit dem Kardinal eingeladen hatte. Dem Mann soll von Pilz sexualisierte Gewalt angetan worden sein.

Woelki wies Vorwürfe zurück

Drei katholische Priester erstatteten daraufhin Strafanzeige gegen Woelki wegen des Verdachts einer falschen eidesstattlichen Versicherung. Woelki wies die Vorwürfe in einem Interview der Deutschen-Presse-Agentur zurück. Der Betroffene habe sich für ein Gespräch mit ihm angemeldet, und sein Sekretariat habe mit ihm einen Termin ausgemacht, "ohne zu wissen, wen er da gegebenenfalls beschuldigen würde", sagte Woelki.

Die Staatsanwaltschaft schloss sich dem an. Dass in dem Schreiben an den mutmaßlichen Betroffenen die Wendung "Der Kardinal hat mich gebeten" verwendet worden sei, deute nicht daraufhin, dass sich dieser zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schon mit der Angelegenheit beschäftigt habe. Vielmehr sei dies eine Standardformulierung in amtlichen Schreiben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Laura Schameitat, Florian Eßer

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