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So k├Ânnte die Zukunft des Stadtarchivs aussehen

Von Susanne Waechter

Aktualisiert am 03.03.2020Lesedauer: 3 Min.
Feuerwehrleute an der Ungl├╝cksstelle des eingest├╝rzten historischen Stadtarchives: In den Tr├╝mmern starben zwei Menschen.
Feuerwehrleute an der Ungl├╝cksstelle des eingest├╝rzten historischen Stadtarchives: In den Tr├╝mmern starben zwei Menschen. (Quelle: Volkmann/Archivbild/imago-images-bilder)
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Der Einsturz des K├Âlner Stadtarchives

Elf Jahre ist es nun her, dass K├Âlns "Ged├Ąchtnis" ÔÇô das Stadtarchiv ÔÇô am 3. M├Ąrz 2009 um 13.58 Uhr einst├╝rzte und mehrere Wohnh├Ąuser mit sich in den Abgrund riss. Zum elften Jahresgedenken standen die Zeichen am Dienstag auf Aufbruch, etwas Neues an dieser Stelle entstehen zu lassen.

Das Jahresgedenken begann um 12 Uhr. An der Kart├Ąuserkirche im Herzen der K├Âlner S├╝dstadt fanden sich erste Initiativen ein. Darunter war mit "ArchivKomplex" auch eine Gruppe von K├╝nstlern, Architekten, Autoren und anderen engagierten B├╝rgern, die sich mit dem Einsturz des K├Âlner Stadtarchivs und seinen Folgen k├╝nstlerisch und politisch auseinandersetzen.

Trauerzug ├╝ber die Severinstra├če

Die andere Gruppe geh├Ârte zum Verkehrsclub Deutschland (VCD). Seit einigen Wochen machen ihre Mitglieder mit einer so genannten Wanderbaumallee auf sich aufmerksam.

Mit gelben Warnwesten bekleidet und Plakaten auf dem R├╝cken zogen sie die Severinsstra├če entlang bis zum "Loch", wie die Grube genannt wird, die seit elf Jahren zwischen Neubauten und gegen├╝ber des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums liegt. Die Gruppe wurde von einer Brassband begleitet, die f├╝r diesen Tag aus verschiedenen Musikern und der Gruppe TNT zusammengew├╝rfelt war. So schlossen sich immer mehr Menschen dem Trauerzug an, der an diesem Tag so gar nicht trauernd daherkam.

Demozug durch K├Âln: Begleitet wurde der Trauerzug durch eine Brassband.
Demozug durch K├Âln: Begleitet wurde der Trauerzug durch eine Brassband. (Quelle: Susanne W├Ąchter)
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Die drei relativ kleinen B├Ąume wurden ein einer Art Handkarren von A nach B geschoben. B war in diesem Fall die Gedenkst├Ątte des Einsturzes. "Die drei B├Ąume stehen auch f├╝r die drei Bewohner, die beim Archiveinsturz ums Leben gekommen sind", sagte Sabine Pohl-Grund von der Initiative "ArchivKomplex". Pohl-Grund wohnt in der S├╝dstadt. "Ich habe damals den Einsturz ganz nah miterlebt, jetzt geh├Âre ich zur Gruppe 'ArchivKomplex' und setze mich daf├╝r ein, dass hier etwas Neues entsteht", so die Anwohnerin. Sie spricht von drei Opfern, weil eine ├Ąltere Frau, die selbst betroffen war, einen Tag nach dem Ungl├╝ck starb. Die drei B├Ąume der Wanderallee sollen aber auch Aufbruch und Neues symbolisieren. "Noch sehen die drei B├Ąume sehr winterlich aus, tragen kein Laub, aber bald werden sie wieder bl├╝hen und weiterwachsen. Auch das ist ein Zeichen f├╝r das Weitermachen und die Zukunft", so Pohl-Grund.

Henriette Reker h├Ąlt eine Rede: Sie unterst├╝tzt das Vorhaben der Initiative "ArchivKomplex".
Henriette Reker h├Ąlt eine Rede: Sie unterst├╝tzt das Vorhaben der Initiative "ArchivKomplex". (Quelle: Susanne W├Ąchter)
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Die Halle mit dem Knick

Seit der Rat der Stadt sich daf├╝r entschieden hat, an der Grube etwas Neues entstehen zu lassen und sie nicht zuzusch├╝tten, setzt sich "ArchivKomplex" f├╝r eine besondere architektonische L├Âsung ein: die "Halle mit dem Knick". Das etwa 600 Quadratmeter gro├če Areal mit einem markanten Knick in der Mitte soll ein Zentrum des Gedenkens aber auch der Kunst werden. Ein Ort, wie es ihn so noch nicht gibt in der Stadt.

Auch Oberb├╝rgermeisterin Henriette Reker betonte bei ihrer Rede anl├Ąsslich des Jahrestages, dass sie hinter dem Projekt steht. "Wir m├╝ssen was ver├Ąndern und daran m├╝ssen wir arbeiten", sagte sie. Eine Projektgruppe soll einberufen werden, zu der nicht nur Politiker und Stadtverwaltung geh├Âren, sondern auch Initiativen wie "ArchivKomplex". Die Anwesenden begleiteten ihre Worte mit viel Applaus.

Auch Dorothee Joachim applaudierte der Oberb├╝rgermeisterin. Mit ihrem Schild, auf dem ein gro├čes Fragezeichen prangte, stand sie nun schon zum elften Mal an der Einsturzstelle. "Ich habe hier drei Nachl├Ąsse von engsten Familienangeh├Ârigen verloren", erkl├Ąrte sie und forderte, dass die Stadt sich endlich zur Einsturzstelle bekenne. Immerhin: Dass die Stadt auf Wunsch von Reker erstmals seit elf Jahren die Gedenkveranstaltung ausgerichtet hat, sieht sie als ein gutes Zeichen.

Dorothee Joachim h├Ąlt ein Schild mit einem Fragezeichen: Zum elften Mal ist sie dabei.
Dorothee Joachim h├Ąlt ein Schild mit einem Fragezeichen: Zum elften Mal ist sie dabei. (Quelle: Susanne W├Ąchter)
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Von Sonja Eich
Henriette Reker

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