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Karneval in Köln: Kein Party-Auftakt am 11.11. – was wir nicht vermissen


11.11. in Köln
Elf Gründe, die Absage des Karnevalsauftakts zu feiern

Von t-online
Aktualisiert am 11.11.2020Lesedauer: 3 Min.
Frauen in bunten Kostümen (Archivbild): Die Sessionseröffnung 2019 lockte wieder Massen in die Innenstadt.Vergrößern des BildesFrauen in bunten Kostümen (Archivbild): Die Sessionseröffnung 2019 lockte wieder Massen in die Innenstadt. (Quelle: v.d. Laage/imago-images-bilder)
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Wegen der Coronavirus-Pandemie entfällt der rauschende Auftakt zum Sessionsbeginn am 11.11. in Köln. Elf Gründe, warum wir das Spektakel nicht vermissen.

"Kölle Alaaf!" heißt es traditionell am 11.11. in Köln, wenn die Stadt mit einer großen Straßenparty den Auftakt der Session feiert. Doch wegen Corona ist das Fest dieses Jahr abgesagt. Viele Kölner trauern um den Karneval – auch, weil die Absage für die Gastronomie wirtschaftliche Probleme mit sich bringt. Doch einige nervende Eigenschaften des Sessionsbeginns entfalllen dieses Jahr. t-online hat sie gesammelt.

1. Keine nervenaufreibende Kostümauswahl

Echte Jecken beginnen bereits Monate vorher damit, ihre Kostüme für die neue Session zu planen. Doch für einige bedeutet die jährlich gefragte Kreativität auch puren Stress. Der fällt dieses Jahr weg.

2. Keine verstopften Plätze in Köln

Für alle, die den 11.11. in Köln nicht feiern, war es stets eine logistische Herausforderung, sich an diesem Tag durch die Stadt zu bewegen. Denn gesperrte Plätze, verstopfte Straßen und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr haben die Nerven sicherlich oft blank liegen lassen. Dieses Jahr dürfte das wesentlich einfacher werden.

3. Keine Müllberge auf den Straßen

Tausende Menschen, die auf den Straßen feiern, hinterlassen jedes Jahr am 11.11. viel Müll in Köln. Leere Flaschen, Getränkedosen und Plastiktüten müssen dann von der Straßenreinigung zusammengekehrt werden. Die Umwelt wird es den Kölnern sicher danken, wenn sie ein Jahr Pause hat.

4. Kein beißender Uringestank in der Innenstadt

Leider sind Wildpinkler in Köln am 11.11. immer wieder ein großes Problem, weil wohl mit steigendem Alkoholpegel selbst die bereitgestellten mobilen Toiletten für viele nicht mehr auffindbar sind. Oft sind es schlicht auch zu wenige für die Tausenden Karnevalisten. Dieses Problem dürfte sich diesmal erledigt haben.

5. Endlich ausschlafen am 11.11.

Wer am 11.11. in Köln pünktlich um 11.11 Uhr den Auftakt der neuen Session am Heumarkt feiern möchte, muss an diesem Tag sonst zeitig aufstehen. Denn oft sind die beliebten Plätze schon früh gesperrt, weil Tausende dorthin strömen. Wer sich trotz Ausfalls des Karnevalsauftakts freigenommen hat, kann nun endlich mal ausschlafen.

6. Kein Kater am nächsten Morgen

Viele Karnevalisten feiern den Sessionsauftakt häufig mit viel Alkohol. Das rächt sich am nächsten Tag, der Kater ist vorprogrammiert. Kölner können dieses Mal am Morgen danach erfrischt aufstehen, denn im kleinen Kreis zu Hause wird sicherlich weniger getrunken als auf dem Straßenkarneval.

7. Vor dem Fernseher im Warmen bleiben können

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) lädt zur bundesweit ersten digitalen Eröffnung der Session ein – vor dem Fernseher zu Hause. Der Livestream über die Seite www.karnevaldeutschland.de soll ab 10.45 Uhr starten.

8. Nicht auf Knopfdruck fröhlich sein müssen

Karneval bedeutet auch: Heute müssen alle Spaß haben, schlechte Laune ist tabu. Dabei ist November, draußen ist es feucht und grau – und ein bisschen Trübsalblasen sollte völlig okay sein. Wenn schon nicht wegen der dunklen Jahreszeit, dann zumindest wegen der Karnevalsabsage.

9. Ohrwurm von Karnevalsmusik bleibt erspart

Um mit nervigen Schlagern zugedröhnt zu werden, muss man normalerweise auf Mallorca feiern gehen oder Skiurlaub in Sankt Anton machen. Oder aber den Karneval auf den Straßen Kölns mitmachen. Zum Glück bleibt einem das in diesem Jahr erspart – oder es beschränkt sich zumindest auf die Intimsphäre der eigenen vier Wände.

10. Keine peinlichen Geschichten

Wenn Alkohol fließt, verliert man nicht nur schneller die Hemmungen – manchmal sogar die Erinnerungen. Dann muss man sich am nächsten Tag von den Kollegen im Büro erzählen lassen, was man selber am Vortag alles angestellt hat. Unangenehmer Körperkontakt, unlustige Sprüche, persönliche Blamagen – das städtische Alkoholverbot schützt davor, zum unfreiwilligen Gesprächsstoff der fünften Jahreszeit zu werden.

11. Keine Rechtfertigungen

Eigentlich kann man dem Karneval nicht entkommen. Wer es versucht, gilt als absoluter Spaßverderber und muss mit gesellschaftlicher Verachtung rechnen. Wie, du trinkst nicht? Was, du willst dich nicht verkleiden? Karneval-Boykott stößt bei vielen auf Unverständnis. In diesem Jahr jedoch hat man wegen der Corona-Pandemie einen triftigen Grund, zu Hause auszuharren und jeden sozialen Kontakt zu meiden. Und das, ohne dabei öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.

In diesem Sinne: Alaaf!

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