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Köln: Pfleger hat gelähmte 81-jährige Patientin wohl mehrfach vergewaltigt

Prozess wegen Vergewaltigung in Köln  

Pfleger soll sich mehrfach an gelähmter Patientin vergangen haben

04.03.2021, 11:58 Uhr | dpa

Köln: Pfleger hat gelähmte 81-jährige Patientin wohl mehrfach vergewaltigt. Das Landgericht von außen (Symbolbild): In Köln ist ein Pfleger wegen Vergewaltigung einer 81-jährigen angeklagt (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Das Landgericht von außen (Symbolbild): In Köln ist ein Pfleger wegen Vergewaltigung einer 81-jährigen angeklagt (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Ein Krankenpfleger soll seine 81-jährige Patientin in Köln mehrfach vergewaltigt haben. Eine von der Tochter eingesetzte versteckte Kamera hielt die Grausamkeiten fest.

Ein Pfleger soll in Köln mehrfach eine 81 Jahre alte Patientin vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft legt dem 63-Jährigen drei Fälle zur Last, bei denen er die schwere Krankheit des Opfers ausgenutzt haben soll. Der Prozess am Kölner Landgericht soll am 15. März beginnen, wie ein Sprecher mitteilte.

Laut Anklage ist die 81-Jährige seit zehn Jahren halbseitig gelähmt. Seit einem Schlaganfall Ende 2019 sei die Frau zudem derart eingeschränkt, dass sie nicht mehr in der Lage sei, sich ihrer Umwelt mitzuteilen. Konkret lautet der Vorwurf, der Pfleger habe sexuelle Handlungen an einer Person begangen, die ihm wegen einer Krankheit oder einer Behinderung zur Betreuung anvertraut worden sei. Ein Gerichtssprecher sagte: "Der Vergewaltigungsvorwurf fußt nicht auf der Gewaltanwendung, sondern auf der Ausnutzung der Unfähigkeit der Geschädigten einen entgegensetzten Willen zu bilden."

Tat wurde gefilmt

Die Beweislage gegen den Beschuldigten, der sich als häuslicher Pfleger um die Frau gekümmert habe, soll erdrückend sein. Eine von der Tochter im Zimmer der Mutter verborgen installierte Kamera mit Bewegungsmelder soll die Vergewaltigungen dokumentiert haben. Grund für die Installation der Kamera sei aber kein konkreter Verdacht gewesen, erklärte der Sprecher. Vielmehr habe die Frau so mögliche Bewegungen ihrer Mutter mitbekommen wollen – um der Gefahr vorzubeugen, dass sie aus dem Bett fällt.

Die Betreuung der 81-Jährigen durch den Pfleger aus Rumänien soll über ein Unternehmen zustande gekommen sein, das sich auf die Vermittlung osteuropäischer Pflegekräfte spezialisiert hat. Am Kölner Landgericht sind zunächst fünf Verhandlungstage vorgesehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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