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Kölner Intensivmediziner mit "Notruf": Lage in Kliniken kritisch

"Wie hoch noch?"  

Kölner Arzt Karagiannidis schlägt wegen Intensivbetten Alarm

08.04.2021, 13:04 Uhr | dpa, t-online

Kölner Intensivmediziner mit "Notruf": Lage in Kliniken kritisch. Covid-Intensivstation (Symbolbild): Laut Intensivmedizinern wird die Lage zunehmends kritisch. (Quelle: imago images/Max Stein)

Covid-Intensivstation (Symbolbild): Laut Intensivmedizinern wird die Lage zunehmends kritisch. (Quelle: Max Stein/imago images)

Die Corona-Fallzahlen bereiten Intensivmedizinern Sorge, die Kliniken seien teils am Limit. Der Kölner Lungenarzt Christian Karagiannidis wandte sich mit einem "Notruf" an die Politik. 

Wegen der wieder stark wachsenden Belastung der Intensivstationen in der Corona-Pandemie schlagen Mediziner Alarm. "Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???", schrieb der Kölner Lungenarzt Christian Karagiannidis auf Twitter.

Er ist wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters. Städte wie Bonn, Bremen und Köln hätten kaum noch freie Betten für den nächsten Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder Covid-19-Patienten.

Der Charité-Virologe Christian Drosten leitete den Text des Intensivmediziners am Donnerstag bei Twitter mit dem Kommentar "Dies ist ein Notruf" an seine mehr als 700.000 Follower weiter.

Seit Mitte März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an. Derzeit sind es bundesweit mehr als 4.400, zu Jahresbeginn waren es knapp 5.800 gewesen. Berlins Universitätsklinikum Charité kündigte am Donnerstag bereits an, ab kommender Woche wieder die Zahl planbarer Eingriffe zurückzufahren.

Nur 21 Intensivbetten frei

In Köln wies das Robert Koch-Institut am Donnerstag eine Inzidenz von 133 aus. Laut Angaben der Stadt vom Mittwoch befinden sich 278 Personen mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung in Köln. Vor einem Monat waren deutlich weniger Menschen wegen Covid-19 auf Station (171). Auf den Intensivstationen der Stadt spitzt sich die Lage derweil zu: Laut dem bundesweiten Intensivregister sind dort aktuell 371 von 392 Betten belegt – 98 davon durch Corona-Patienten.

Als Nadelöhr bei der Versorgung gilt vor allem die Verfügbarkeit von Pflegepersonal. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), die die Belegungszahlen täglich herausgibt, warnt seit vielen Wochen vor den Folgen der hohen Corona-Infektionszahlen und forderte zuletzt einen harten Lockdown.

Verwendete Quellen:

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