Sie sind hier: Home > Regional > Köln >

Erste fleischlose Burger King-Filiale in Köln – Wie schmeckt der Soja-Burger?

Ein Ortsbesuch  

So schmeckt es beim fleischfreien Burger King

Von Florian Eßer

09.06.2021, 09:40 Uhr
Erste fleischlose Burger King-Filiale in Köln – Wie schmeckt der Soja-Burger?. Blick in die Filiale von Burger King: Hier gibt es eine Woche lang fleischlose Kost. (Quelle: Florian Eßer)

Blick in die Filiale von Burger King: Hier gibt es eine Woche lang fleischlose Kost. (Quelle: Florian Eßer)

Eine Woche lang bietet eine Kölner Burger-Filiale nur Produkte auf Pflanzenbasis an – statt Rindfleisch kommt Soja aufs Brötchen. Der Andrang ist groß. t-online wagt eine Kostprobe. 

Immer mehr Menschen ernähren sich fleischlos, den Trend zur vegetarischen und veganen Ernährung haben auch Fast-Food-Giganten wie McDonald's oder Burger King erkannt. Letzterer hat seine Kölner Filiale auf der Schildergasse nun in einen Pop-up-Store für Burger auf Pflanzenbasis verwandelt. Noch bis Freitag erhalten Kunden in dem Schnellrestaurant ausschließlich fleischlose Produkte.

Statt Pattys aus Rindfleisch und Nuggets aus Hühnchen gibt es hier nun Alternativen aus Soja. Diese stammen von "The Vegetarian Butcher", einem bekannten Hersteller von Fleischersatzprodukten. 

"Viele wollen die Alternativen probieren"

Das fleischlose Angebot wird in Köln gut aufgenommen: Vor der Filiale auf der geschäftigen Einkaufsmeile standen auch am Dienstag zumeist junge Menschen Schlange, um sich selbst ein Bild des vegetarischen Burger Kings zu machen.

Immerhin versprechen Werbetafeln am Gebäude "100% Geschmack" bei "0% Fleisch". Das scheint neugierig zu machen. "Heute sind viele Menschen da, gestern waren es aber tatsächlich noch ein paar mehr", sagt eine Mitarbeitern der Filiale. "Die meisten Leute kommen zur Mittagszeit und nach Feierabend, viele wollen die vegetarischen Alternativen einmal probieren."

"Echt Plant" steht auf einer Kölner Fast-Food-Filiale: Der Andrang auf den Pop-up-Laden ist groß. (Quelle: Florian Eßer )"Echt Plant" steht auf einer Kölner Fast-Food-Filiale: Der Andrang auf den Pop-up-Laden ist groß. (Quelle: Florian Eßer )

Kleiner Hunger, großer Andrang

Im Laden selbst geht es ebenso hektisch zu wie draußen vor der Tür. Die Bestellungen werden in Akkordzeit nach Bestellnummern abgearbeitet. Die Speisen werden den Kunden in Leinenbeuteln gereicht.

Im Angebot sind etwa ein "Plant-based Whopper" oder ein "Plant-based Crispy Chicken", der auf das "Chicken" verzichtet und stattdessen mit Soja-Patty serviert wird. Im Laden selbst können die fleischlosen Burger jedoch nicht gegessen werden. Burger King bietet derzeit nur Speisen zum Mitnehmen an.

Fazit: Pflanzlich ist nicht gleich vegan

Die Fleischalternativen werden aus Pflanzen hergestellt. Die fertigen Burger sind zwar vegetarisch, aber nicht automatisch vegan. Ist auf dem Burger beispielsweise Mayonnaise, ist er für Veganer nicht geeignet, denn diese enthält Eier.

Ebenso gibt Burger King an, dass es durch das Grillen der Soja-Bratlinge über der offenen Flamme zur Kreuzkontamination mit Rinderfett kommen kann.

"Ene, mene, muh und raus ist die Kuh": Zu jeder Bestellung gibt es einen Leinenbeutel. (Quelle: Florian Eßer)"Ene, mene, muh und raus ist die Kuh": Zu jeder Bestellung gibt es einen Leinenbeutel. (Quelle: Florian Eßer)

Geschmacklich aber können die Ersatzprodukte mit ihren fleischigen Äquivalenten mithalten. Ein Unterschied ist dabei im Grunde gar nicht mehr zu schmecken.

Das findet auch eine Kundin, die schon lange nicht mehr bei Burger King war, weil die Fast-Food-Kette ihrer vegetarischen Ernährungsweise bisher nicht viel geboten hat. "Ich esse schon lange kein Fleisch mehr und wollte jetzt einmal das Angebot probieren", sagt sie. "Burger King sollte auf jeden Fall mehr vegetarische oder vegane Alternativen anbieten, aber ob es eine eigene Filiale dafür geben muss, weiß ich nicht. Die, die Fleisch essen, sollten auch einen normalen Burger bestellen können."

Zukünftig weniger Fleisch bei Burger King?

Das Experiment der fleischlosen Ernährung dauert nur eine knappe Woche. Die Kölner Test-Filiale auf der Schildergasse eröffnete am Montag und schließt schon am Freitag. Dann gibt es vor Ort wieder die gewohnte fleischlastige Speisekarte. Burger King probiert aus, will Rind und Hühnchen aber nicht ganz aus seinem Angebot streichen.

Verwendete Quellen:
  • Gespräche und Beobachtungen vor Ort 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal