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Köln: Im Mai gesichteter Wolf stammt aus Alpen-Population


Speichelproben analysiert
In Köln gesichteter Wolf stammt aus Alpenpopulation

Von dpa
Aktualisiert am 15.06.2021Lesedauer: 1 Min.
Der Wolf auf den Bildern einer Überwachungskamera am 19. Mai: Das Tier hatte laut einer Analyse einen weiten Weg nach Köln auf sich genommen.Vergrößern des BildesDer Wolf auf den Bildern einer Überwachungskamera am 19. Mai: Das Tier hatte laut einer Analyse einen weiten Weg nach Köln auf sich genommen. (Quelle: RheinEnergie Köln)
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Im Mai hatten unter anderem Spaziergänger einen Wolf mitten in Köln-Ehrenfeld gesehen. Mittlerweile konnten Proben des Tiers analysiert und der Wolf bestimmt werden. Damit ist nun auch klar, woher er ursprünglich kam.

Der in der Nacht zum 19. Mai mitten in Köln gesichtete Wolf stammt aus dem Alpenraum. Es sei nachgewiesen, dass das Tier in der folgenden Nacht in der nördlichen Kölner Rheinaue vier Schafe getötet und vier weitere verletzt habe, berichtete das Umweltportal Nordrhein-Westfalen (NRW) am Dienstag. Durch Analyse der Speichelreste an den Schafen konnte der Wolf bestimmt werden: Demnach stammt das männliche Tier aus der Alpenpopulation, die in Italien, Frankreich und der Schweiz vertreten ist. Wo der Wolf inzwischen ist, sei nicht bekannt, teilte das Umweltportal weiter mit.

Unter Verweis auf die lange Wegstrecke des Wolfs sagte eine Sprecherin des Landesumweltamtes: "Sie sind ganz schön ausdauernd, wenn sie sich auf den Weg machen." Junge Wölfe werden aus dem elterlichen Rudel geworfen und müssen ein eigenes Gebiet finden. Dabei wandern die Tiere oft mehrere Hundert Kilometer weit.

Bereits 2020 waren in NRW zwei Wölfe aus der Alpenregion nachgewiesen worden. Einer wurde im Rheinisch-Bergischen-Kreis entdeckt, er wanderte weiter und wurde später in Niedersachsen bemerkt. Der zweite Alpen-Wolf wurde in Viersen erfasst und zog Richtung Niederlande weiter, wo er mehrfach nachgewiesen wurde. Die allermeisten in NRW nachgewiesenen Wölfe wandern aus Niedersachsen ein. In Nordrhein-Westfalen gibt es vier Wolfsgebiete.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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