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Köln: Abteilungsleiter kündigt wegen Corona und Flut

Corona-Krise und Flutwelle  

Kündigung in Kölner Bezirksregierung: "Werden ausgebeutet"

03.10.2021, 11:59 Uhr | dpa

Köln: Abteilungsleiter kündigt wegen Corona und Flut. Herbert Reul (Archivbild): Den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen hat ein Kündigungsschreiben erreicht. (Quelle: Political-Moments)

Herbert Reul (Archivbild): Den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen hat ein Kündigungsschreiben erreicht. (Quelle: Political-Moments)

In Köln hat der Chef einer Abteilung in der Bezirksregierung hingeschmissen. Als Grund nennt er Überlastung durch die Corona-Krise und die Flutkatastrophe. Dabei macht er der Landesregierung Vorwürfe.

Ein Abteilungsleiter der Kölner Bezirksregierung hat in einem Brief an Innenminister Herbert Reul (CDU) um die Aufhebung seines Beschäftigungsverhältnisses gebeten und die Überlastung seines Teams durch die Folgen von Corona und der Flutkatastrophe angeführt.

Das Schreiben, über das der "Kölner Stadt-Anzeiger" zuerst berichtete, liegt der dpa vor. Die SPD-Landtagsfraktion hat für die kommende Plenarwoche eine Aktuelle Stunde zu dem Vorgang beantragt.

Der Abteilungsleiter führt in dem Brief an Reul aus, dass er seinen Job im Frühjahr antrat, ohne anhand der Ausschreibung zu ahnen, was da kommen würde: So seien die Corona-Wirtschaftshilfen "extremst arbeitsintensiv und zeitraubend".

Ständig müsse dafür Personal abgestellt werden und nun auch noch für die Fluthilfen. Es sei "faktisch unmöglich, die anstehenden Aufgaben mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu bewältigen", so der Abteilungsleiter in seinem Brief.

Abteilungsleiter in Köln schmeißt hin: Kollegen würden ausgebeutet

Seine Kollegen würden "ausgebeutet", was er nicht verantworten wolle. Er bitte um Aufhebung und kündige ansonsten fristgerecht zu Ende Oktober – offenbar mit Ablauf der Probezeit.

Innenminister Reul bestätigte den Vorgang dem "Stadt-Anzeiger", nannte mit Verweis auf interne Personalangelegenheiten aber keine weiteren Details. Die SPD hakt nach. In ihrem Antrag für die Aktuellen Stunde im Landtag, der der dpa vorliegt, schreibt die Fraktion, es werde "zum wiederholten Male die mangelhafte organisatorische Umsetzung der Wiederaufbauhilfe durch die Landesregierung und das zuständige Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung deutlich".

Das Schreiben des Abteilungsleiters sei "der letzte Beleg für die handwerklichen Fehler und das Missmanagement der Landesregierung". Es stellten sich "Fragen nach der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht für die eigenen Beschäftigten und der zielgerichteten Bewältigung der Hochwasserfolgen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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