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Geschäftsführer von Harley-Davidson-Händler entlassen

Von t-online, fas

Aktualisiert am 17.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Motorräder stehen im Kölner Harley-Davidson-Store (Archivbild): Nach den beleidigenden und drohenden Äußerungen wurde der Geschäftsführer entlassen.
Motorräder stehen im Kölner Harley-Davidson-Store (Archivbild): Nach den beleidigenden und bedrohenden Äußerungen wurde der Geschäftsführer entlassen. (Quelle: Future Image)
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Erst beleidigte er einen Verdi-Juristen rassistisch, dann bedrohte er ihn auch noch – für einen Geschäftsführer eines Vertragshändlers von Harley-Davidson hat das Konsequenzen: Er ist nun seinen Job los.

Sein offensichtlicher Rassismus ist einem Geschäftsführer eines Kölner Motorrad-Vertragshändlers zum Verhängnis geworden: "Normalerweise veröffentliche ich keine Auszüge aus dem Schriftverkehr", schrieb am Montag Onur Ocak auf Twitter. Doch dieses "amüsant-unterirdische" Schreiben wolle er seinen Followern nicht vorenthalten.

Der Jurist aus Bonn vertritt für die Gewerkschaft Verdi derzeit eine ehemalige Verkäuferin von Harley-Davidson in Köln, die eine aus ihrer Sicht zu geringe Zahlung erhalten hatte und dies juristisch klären wollte. So berichtete es Ocak dem "Spiegel".

Kölner Harley-Davidson-Händler: "Hier in unserem Land ist das nicht so"

Deshalb hatte er sich an den Harley-Davidson-Vertragshändler gewandt, dazu hatte er nach seiner Aussage geschrieben, dass die Mandantin ihm eine Vollmacht erteilt habe. Die Antwort eines Geschäftsführers des Kölner Händlers: "Möglicherweise ist es in dem Land, aus dem Sie stammen, ja üblich, eine Vollmacht lediglich zu versichern, hier in unserem Land ist das nicht so. Und wenn ihr Titel tatsächlich echt ist, wissen Sie das auch."

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Nachdem Ocak das Schreiben veröffentlicht hatte, setzte der Geschäftsführer noch einen drauf: Er warf dem Juristen eine "Kampagne" gegen ihn vor und drohte ihm: "Sollte sich herausstellen, dass Sie (mittelbar oder unmittelbar) hinter dieser 'Kampagne' stecken, dürfen Sie sicher sein, nicht nur Ihre Anwaltszulassung zu verlieren."

Harley-Davidson distanziert sich – und reagiert schnell

Doch die Äußerungen gingen nach hinten los: Bei Harley-Davidson distanzierte man sich schnell von dem Geschäftsführer. Für "Rassismus, Hass oder Intoleranz" gebe es in der "Harley-Davidson-Community oder irgendwo sonst" keinen Platz, hieß es in einem Schreiben aus dem Unternehmen an den "Spiegel".

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Und auch beim Kölner Vertragshändler folgte die Reaktion, über die der "Kölner Stadt-Anzeiger" zuerst berichtete: Der Verfasser der E-Mail sei mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Geschäftsführer entbunden. Er werde in keiner Funktion mehr für das Unternehmen tätig sein. "Selbstverständlich werden wir uns auch als Unternehmen in aller Form bei dem betroffenen Rechtsanwalt entschuldigen."

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