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Nach "Amokfahrt" in Berlin: Das ist der Notfallplan der Stadt Nürnberg im Ernstfall


Nach "Amokfahrt" in Berlin
Für den Ernstfall: Das ist der Notfallplan der Stadt Nürnberg


09.06.2022Lesedauer: 2 Min.
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Poller am Breitscheidplatz: Die mutmaßliche Amokfahrt ereignete sich nur wenige Schritte entfernt.Vergrößern des Bildes
Poller am Breitscheidplatz in Berlin (Symbolbild): Auch ein Sicherheitskonzept für Nürnberg? (Quelle: imagebroker/Weber/imago-images-bilder)

Nicht nur in Berlin ist die Bestürzung nach der Todesfahrt groß. Der Vorfall vom Mittwoch wirft auch in Nürnberg die Frage auf: Welchen Notfallplan hat die Stadt für den Ernstfall?

Die Frage ist nicht neu. Doch sie kommt nun unweigerlich auf, nachdem eine weitere "Amoktat", wie die Politik sie nennt, Deutschland erschüttert hat. Nahe der Berliner Gedächtniskirche war am Mittwoch ein Autofahrer in eine Schülergruppe gerast, eine Lehrerin starb. Eine konkrete Amok-Lage hat es nach Angaben der Stadt in Nürnberg bisher nicht gegeben. Doch auch wenn keine konkrete Bedrohungslage besteht, fragen sich wohl auch viele Nürnbergerinnen und Nürnberger jetzt: Wie ist meine Innenstadt für einen solchen Fall ausgerüstet?

Die Tat in Berlin geschah an einem Gehweg entlang einer Hauptverkehrsstraße, etwa vergleichbar mit dem Frauentorgraben oder dem Plärrer in Nürnberg. Dies sind schwer zu schützende Orte, wie ein Sprecher des Kommunikationsamts der Stadt Nürnberg auf Nachfrage von t-online erklärt: "Präventiv jedwede potenzielle Gefahrenstelle abzusichern, ist schlicht unmöglich." Für solche Straßenbereiche könne es also keine Sicherheitskonzepte oder Maßnahmen geben.

Anders sei das bei Veranstaltungen, bei denen es etwa die Möglichkeit für Einfahrtsperren gebe. So erfordere zum Beispiel der Christkindlesmarkt höchste Sicherheitsvorkehrungen. Dessen Eingänge seien mit Einsatzwagen und Pollern gesichert, die Polizei sei dann auf dem Hauptmarkt umfangreich vertreten. Ein ähnliches Sicherheitskonzept sei auch bei Rock im Park am vergangenen Wochenende zum Einsatz gekommen, ebenso bei der Blauen Nacht im Mai. Dazu habe sich die Stadt Nürnberg im Vorfeld eng mit den Veranstaltern abgestimmt.

Das ist der Notfallplan der Stadt Nürnberg

Was passiert in Nürnberg, wenn der Verdacht einer Straftat oder eine dringende Gefahr besteht? Dann würde die Polizei zunächst Absperrungen errichten und die Ermittlungen aufnehmen, Feuerwehr und Rettungsorganisationen würden für eventuelle Bergungs- und Rettungsmaßnahmen gerufen.

Falls es in Nürnberg zu einem ähnlichen Vorfall wie in Berlin kommen würde, habe die Stadt einen Notfallplan, heißt es weiter. Im Falle eines solchen "koordinierungsbedürftigen Ereignisses" würde die Feuerwehr demnach eine Koordinierungsgruppe einberufen. Bei der Feuerwehr ist die Abteilung Bevölkerungsschutz angesiedelt, die bei außergewöhnlichen Ereignissen, Krisen und großen Schadenslagen zum Einsatz kommt.

Mit dabei in der Koordinierungsgruppe sind in der Regel der Oberbürgermeister, die Leitungen von Kommunikationsamt und Bürgerservice sowie Feuerwehr und Polizeipräsidium. Je nachdem, um was für ein Ereignis es sich handelt, würden weitere Dienststellen oder Organisationen hinzugezogen. Zum Beispiel der Service Öffentlicher Raum bei Straßenschäden, die N-Ergie bei Schäden am Versorgungsnetz oder das Schulreferat, wenn Schulen betroffen sind.

Die Koordinierungsgruppe kommt übrigens auch immer dann zusammen, wenn eine Fliegerbombe gefunden wird oder es größere Unwetterschäden gab.

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit Sprecher der Stadt Nürnberg
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