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Hitzewelle in Deutschland: In Nürnberg wird es besonders heiß und trocken


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Hitzewarnung: In Nürnberg wird’s besonders heiß und trocken

Von dpa, krei

Aktualisiert am 03.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Sonne scheint am Himmel (Symbolbild): In Franken ist es aufgrund seiner geografischen Lage besonders trocken.
Die Sonne scheint am Himmel (Symbolbild): In Franken ist es aufgrund seiner geografischen Lage besonders trocken. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Es ist trocken in Franken. Und die nächste Hitzewarnung ist bereits da. Was da auf Nürnberg zukommt – und wieso die Region besonders darunter leidet.

Die Karte des Deutschen Wetterdienstes leuchtet lila. Mit der Signalfarbe ist beinahe ganz Deutschland eingefärbt. Sie bedeutet: Warnung vor Hitze. Das gilt insbesondere für die Region Nürnberg.

Für den Mittwoch gilt eine amtliche Hitzewarnung von 11 bis 19 Uhr, wie es auf der Webseite des DWD steht. Nürnberger sollten dann mit einer "zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet rechnen".

Soll heißen: Auch die Nacht bringt keine Abkühlung mit sich – schon gar nicht in der aufgeheizten Innenstadt. Um genau diesen Szenarien vorzubeugen, hat die Stadt Nürnberg vergangene Woche einen Hitzeaktionsplan beschlossen.

DWD: Höhepunkt der Hitzewelle in Nürnberg am Donnerstag

Den Höhepunkt wird die Hitzewelle am Donnerstag erreichen: Dann werden in Nürnberg bis zu 36 Grad erwartet. Im unterfränkischen Würzburg soll’s sogar noch heißer werden, mit voraussichtlich 38 Grad. Der Freitag bringt kaum Abkühlung, es bleibt bei 35 Grad. Aber zumindest könnte er etwas Regen mit sich bringen.

Die Natur würde den Regen jedenfalls dankend annehmen: In Nürnberg, Bamberg und Hof nämlich weisen die Daten des Deutschen Wetterdienstes in den vergangenen Wochen nur wenige und wenn, dann nur schwache Niederschläge auf. Die Waldbrandgefahr ist in Nordbayern nach wie vor gebietsweise hoch.

Im Süden des Freistaats dagegen ist die Situation eine andere: Schaut man beispielsweise auf die Werte für München oder Kempten, zeigen sich auch in den Sommermonaten kräftige Niederschläge.

In Franken ist es vergleichsweise besonders trocken

Das Süd-Nord-Gefälle beim Niederschlag ist typisch: Während es in und an den Alpen im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 oft mehr als 1500, ja teils sogar mehr als 2000 Millimeter pro Jahr regnete, waren es in weiten Teilen Frankens gerade einmal um die 500. Warum ist das so?

Der entscheidende Faktor in Bayern ist die Beschaffenheit der Erdoberfläche, die sogenannte Orografie, wie Florian Zabel vom Department für Geografie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) erklärt. Anders ausgedrückt: Wie viel es auf lange Sicht regnet, hängt hierzulande vor allem davon ab, wo die Gebirge stehen.

Am Alpenrand ist die Sache relativ einfach erklärt: Feuchte Luft, die oft aus dem Westen und Nordwesten kommt, wird von den Alpen, dem größten orographischen Hindernis weit und breit, dazu gezwungen, aufzusteigen. Die Luft wird kälter und es regnet. Daher habe man auch in den zurückliegenden sehr trockenen Jahren am Alpenrand kaum Trockenheitsstress bei Pflanzen gesehen, sagt Zabel.

orografischenFranken liegt in einer "geschützten Lage"

In Franken – insbesondere Unterfranken – ist es umgekehrt. Hier gebe es eine "geschützte Lage" hinter verschiedenen Mittelgebirgen, erklärt Zabel. Und die stehen den Luftmassen auf der Reise nach Franken aus praktisch jeder Richtung im Weg. Auch sie zwingen die Luft aufzusteigen und es regnet – nur eben nicht in Franken, sondern schon auf dem Weg dorthin.

Kommt die Luft dann in Franken an, hat sie einerseits bereits einen Teil ihrer Feuchtigkeit verloren. Andererseits sinkt sie beispielsweise bei Westwind vom Spessart oder Odenwald aus in die Gegend um Würzburg herab. Die Folge ist genau andersherum als beim Aufstieg: Die Luft wird wärmer und noch trockener. Dementsprechend gibt es in Richtung Osten, wo sich Fränkische Schweiz und Fichtelgebirge erheben, schon wieder etwas mehr Regen – zumindest im langjährigen Mittel.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • dwd.de
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