• Home
  • Regional
  • Wolfsburg
  • VW steckt Chipkrise noch gut weg: Aber betrĂ€chtliche Risiken


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextRussland stellt GasvertrĂ€ge infrageSymbolbild fĂŒr einen TextHier leben die unglĂŒcklichsten MenschenSymbolbild fĂŒr einen TextKondomhersteller ist pleiteSymbolbild fĂŒr ein VideoBritische Rakete zerstört Russen-HelikopterSymbolbild fĂŒr einen TextBoris Becker klagt gegen Oliver PocherSymbolbild fĂŒr einen TextSchottland: Neues UnabhĂ€ngigkeits-VotumSymbolbild fĂŒr einen TextTV-Star filmt sich bei HungerstreikSymbolbild fĂŒr ein VideoInsel bereitet sich auf Untergang vorSymbolbild fĂŒr einen TextSylt: Edelrestaurant muss schließenSymbolbild fĂŒr einen TextFĂŒhrerschein auf dem Handy – so geht'sSymbolbild fĂŒr einen TextMario Götze zieht umSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserDjokovic droht nĂ€chstes Corona-ProblemSymbolbild fĂŒr einen TextDieses StĂ€dteaufbauspiel wird Sie fesseln

VW steckt Chipkrise noch gut weg: Aber betrÀchtliche Risiken

Von dpa
11.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Volkswagen
Das Logo von Volkswagen an einem Elektroauto. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Auch der Volkswagen-Konzern hat 2021 ungeachtet der zĂ€hen Versorgungskrise mit Mikrochips einen deutlich höheren Gewinn eingefahren. Wie BMW, Mercedes-Benz oder der Opel-Mutter Stellantis gelang es den Wolfsburgern, ihre Finanzkennzahlen zu verbessern. FĂŒr das laufende Jahr zeigt sich Europas grĂ¶ĂŸte Autogruppe bisher recht zuversichtlich. Doch insbesondere der Krieg in der Ukraine mit seinen schwer kalkulierbaren Folgen fĂŒr die Energie- und Rohstoffpreise sowie die Sicherheit lebenswichtiger Lieferketten sorgt fĂŒr Unruhe.

Noch ist die Lage fĂŒr VW - trotz des Stresses im Elektronik-Einkauf - relativ komfortabel. Unterm Strich verdiente das Unternehmensgeflecht mit Marken wie VW-Pkw, Audi, Porsche, Skoda oder Seat im vorigen Jahr 15,4 Milliarden Euro. Wie der Konzern am Freitagabend auf Grundlage vorlĂ€ufiger Zahlen berichtete, waren das nahezu drei Viertel mehr an Nettoertrag als 2020. Nach den coronabedingten Absatzproblemen des Vorjahres wuchs der Umsatz um 12,3 Prozent auf 250,2 Milliarden Euro.

Viele Kunden mĂŒssen derzeit lange auf ihren Wagen warten. Die Preise könnten infolge zunehmender Energie- und Rohstoffkosten ebenfalls anziehen, deutete Finanzvorstand Arno Antlitz an. Vieles hĂ€nge nun von der Entwicklung und Dauer des Konflikts in Osteuropa ab. Sollte dieser lĂ€nger anhalten, könnte sich womöglich auch unternehmensintern zusĂ€tzlicher Sparbedarf ergeben. An den Investitionen halte VW fest.

Bei den Auslieferungen schnitt der Konzern schlechter ab. Die Zahl der weltweit ĂŒbergebenen Fahrzeuge sank um 4,5 Prozent auf knapp 8,9 Millionen. Auch nach den ersten beiden Monaten dieses Jahres wurde ein RĂŒckgang gemeldet, es ging um rund ein Sechstel abwĂ€rts. Die Kernmarke verhĂ€ngte wegen fehlender Teile gerade einen Bestellstopp fĂŒr Plug-in-Hybride. Besonders schmerzlich fĂŒr VW: Der wichtigste Markt China lag im Januar und Februar um etwa 17 Prozent im Minus.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Sprengmeister Erdoğan – Jetzt droht der große Knall
Recep Tayyip Erdoğan: Der tĂŒrkische PrĂ€sident blockiert die Aufnahme von Schweden und Finnland in die Nato.


Die Toyota-Gruppe lieferte weltweit 10,5 Millionen Autos aus und ĂŒbernahm in dieser Betrachtung die FĂŒhrung. Der VW-Konzernabsatz lag zuletzt noch um 2,4 Millionen unter dem Wert des Vor-Corona-Jahres 2019. Jedoch entwickelte sich die Nachfrage nach E- und Hybridautos gut. Bei reinen Stromern verdoppelten sich die Auslieferungen fast.

EngpÀsse bei Elektronik-Bauteilen belasteten die Industrie schwer. Antlitz gab sich vergleichsweise optimistisch: "Wir sehen, dass sich die Versorgung mit Halbleitern verbessern wird, vor allem im zweiten Halbjahr." Der Chipmangel bleibe indes ein strukturelles Problem.

Bei VW sind schon jetzt einige Standorte auch deshalb auf dem Trockenen, weil in der Westukraine gefertigte KabelbĂ€ume fehlen. Nach den Werken in Sachsen soll es unter anderem in Wolfsburg abermals SchichtausfĂ€lle und Kurzarbeit geben. "Wir bekommen aktuell noch einiges an Versorgung, aber es ist natĂŒrlich schwierig", meinte Antlitz zur Lage in der Ukraine. "Es wird in den nĂ€chsten Tagen sukzessive zu weiteren EinschrĂ€nkungen kommen."

Die Ambitionen fĂŒr das neue Jahr sind groß - bislang jedenfalls. Die VW-Spitze rechnet im gĂŒnstigsten Fall mit mehr Ertrag und Umsatz. "Aber all dies ist unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung", so Antlitz. "Es ist noch unklar, wie sich der Ukraine-Konflikt auf die Gesamtlieferketten und auf die Weltkonjunktur auswirken wird."

Es sei nicht auszuschließen, dass die steigenden Energiepreise am Ende zum Teil auf die Verbraucher ĂŒberwĂ€lzt werden. Zwar brĂ€chten entsprechende SicherungsgeschĂ€fte StabilitĂ€t. "Aber natĂŒrlich wird das mittelfristig unser GeschĂ€ft beeinflussen - und natĂŒrlich wird man das eine oder andere weitergeben mĂŒssen." Im vorigen Jahr seien die renditestĂ€rkeren Oberklassemarken "besser durchgekommen als die Volumenmarken". Die erzielten Preise hĂ€tten sich zudem erhöht, weil viele Kunden besser ausgestattete Fahrzeuge kauften.

Neue Sparprogramme hatte die Leitung nach einem Streit zwischen Betriebsratschefin Daniela Cavallo und Vorstandschef Herbert Diess Ende 2021 ausgeschlossen. Falls die Kosten weiter gesenkt werden mĂŒssen, dann nur im Rahmen bestehender Vereinbarungen. Bis 2023 war ein RĂŒckgang um 5 Prozent geplant. Mit Blick auf die Ukraine sagte Antlitz, große Investitionsprojekte hĂ€tten Bestand. Aber: "Wenn die Krise anhĂ€lt, kann es zu einer Situation kommen, wo man auf der normalen Fixkostenseite noch einmal deutlich anpassen muss."

Die Produktion in Russland will VW wie viele andere Firmen zunĂ€chst aussetzen. Gleiches gilt fĂŒr Autoexporte. Zu möglichen Belastungen durch angedrohte Enteignungen sagte Antlitz: "Die Diskussion ist zu frĂŒh, das kann ich noch nicht bewerten." Allgemein erklĂ€rte der Konzern dazu: "Inwiefern unser GeschĂ€ft in Russland langfristig betroffen sein wird, ist gegenwĂ€rtig nicht abzusehen. Wir werden die aktuellen Entwicklungen aber weiterhin sehr aufmerksam verfolgen."

Die Gruppe ist in der Russischen Föderation bisher mit den Marken VW-Pkw, VW-Nutzfahrzeuge, Skoda, Audi, Lamborghini, Bentley und Ducati vertreten. 2021 wurden in dem Markt knapp 200.000 Autos abgesetzt, etwa 170.000 Fahrzeuge fertigte der Konzern dort. Nicht Ă€ußern wollte sich Antlitz zur Frage etwaiger Gas-Importstopps in Westeuropa. Er stellte zu Kohle und Erdgas aber klar: "Wir sind in der Situation, dass wir beide EnergietrĂ€ger nutzen können." Sein Kraftwerk am Stammsitz Wolfsburg rĂŒstet VW von Kohle auf Gas um.

Diess warnte, der Krieg könnte noch heftigere Auswirkungen haben als die Corona-Krise. Eine in die LĂ€nge gezogene Auseinandersetzung wĂŒrde Europa wohl "sehr viel schlimmer" treffen als die Verbreitung des Covid-19-Erregers, sagte der Manager jĂŒngst der "Financial Times".

Einstweilen sprudeln die Gewinne bei VW aber wieder stĂ€rker - und die AktionĂ€re sollen profitieren. Der Hauptversammlung am 12. Mai wird eine Dividende von 7,50 Euro pro Stamm- und 7,56 Euro pro Vorzugsaktie vorgeschlagen, ĂŒber die HĂ€lfte mehr als im Jahr zuvor.

Ein Teil der Porsche AG soll an die Börse gebracht werden, der Konzern peilt dafĂŒr einen Zeitraum bis zum vierten Quartal dieses Jahres an. "Wir haben die Vorbereitungen nicht angehalten. Im Gegenteil: Sie laufen wie geplant weiter, wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Fenster noch erreichen", sagte Antlitz am Freitag.

Konkurrenten von Volkswagen konnten ihre Gewinne im abgelaufenen Jahr ebenfalls steigern. BMW erzielte einen Rekordgewinn von 12,5 Milliarden Euro, gut drei Mal so viel wie im Vorjahr. Bei Mercedes-Benz waren es 23 Milliarden Euro, wobei hier ein großer Betrag als Buchgewinn aus der Abspaltung der Daimler-Lkw-Sparte stammt. Der aus Fiat Chrysler und PSA formierte Stellantis-Konzern mit der Marke Opel verdiente 2021 rund 13 Milliarden Euro.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Themen
AudiChinaPorscheRusslandSEATUkraineVWWolfsburgĆ koda Auto

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website