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Formel-1-Ermittlungen gegen Mercedes-Teamchef eingestellt


Motorsport
Formel-1-Ermittlungen gegen Mercedes-Teamchef eingestellt

Von dpa
07.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Toto WolffVergrĂ¶ĂŸern des BildesDie Fia hat die Ermittlungen gegen Toto Wolff und seine Frau Susie eingestellt. (Quelle: Bradley Collyer/Press Association/dpa/dpa-bilder)
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Geheimnisverrat in der Formel 1? Die Ermittlung gegen Mercedes-Teamchef Toto Wolff und seine Frau ist ein Aufregerthema. Aber nur kurz. Der Motorsport-Weltverband Ă€ußert sich dazu.

Die Ermittlungen gegen Mercedes-Teamchef Toto Wolff und seine Frau Susie wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat in der Formel 1 sind vom Tisch.

Der Motorsport-Weltverband Fia teilte mit, dass es "keine laufenden Ermittlungen in Bezug auf ethische oder disziplinarische Untersuchungen" gebe, "die irgendeine Person betreffen". Die Fia verwies darauf, dass sie als Regulierungsbehörde die Pflicht habe, "die IntegritÀt des weltweiten Motorsports zu wahren".

Die Fia hatte am Dienstagabend die PrĂŒfung von Medienberichten angekĂŒndigt, denen zufolge einem Formel-1-Teamchef von einem Mitarbeiter des Rechteinhabers vertrauliche Informationen zugespielt worden seien.

Der Vorwurf: Vertrauliche Infos wurden weitergegeben

Hintergrund war der Bericht eines Fachportals ĂŒber einen angeblichen Interessenkonflikt bei Wolff und seiner Frau, ĂŒber den sich angeblich andere Formel-1-FunktionĂ€re bei Fia-PrĂ€sident Mohammed Ben Sulayem beschwert haben sollen. Demnach soll die beim Formel-1-Vermarkter FOM beschĂ€ftigte Susie Wolff als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Formel-1-Akademie Zugang zu vertraulichem Wissen aus der Spitze der Rennserie haben und dies angeblich mit ihrem Mann geteilt haben.

Toto Wolff könnte im Gegenzug seine Frau ĂŒber GesprĂ€che zwischen den Teamchefs in Kenntnis gesetzt haben, sodass diese Informationen wiederum zum Rechteinhaber gelangten.

EinschĂŒchterung und Frauenfeindlichkeit als Ursache?

Mercedes wies die VorwĂŒrfe in einer scharf formulierten ErklĂ€rung als grundlos zurĂŒck und attackierte den Weltverband Fia, der das Formel-1-Team nicht vorab ĂŒber die Untersuchung informiert habe.

"Es ist entmutigend, dass meine IntegritĂ€t auf diese Weise infrage gestellt wird", schrieb Susie Wolff in einem Statement in den sozialen Netzwerken. Die frĂŒhere Rennfahrerin vermutete den Versuch einer EinschĂŒchterung und Frauenfeindlichkeit als Ursache der VorwĂŒrfe. Die Formel-1-FĂŒhrung ließ mitteilen: "Wir haben volles Vertrauen, dass die Anschuldigungen falsch sind."

Die Fia sieht ein funktionierendes Compliance-System

Die neun anderen Teams der Motorsport-Königsklasse veröffentlichten am Mittwochabend weitgehend gleichlautende Mitteilungen, in denen sie versicherten, dass sie keinerlei Beschwerden wegen eines möglichen Interessenkonflikts beim Weltverband eingelegt hÀtten.

Die Fia sah sich in ihrer ErklĂ€rung bestĂ€tigt, dass "geeignete Schutzmaßnahmen zur EntschĂ€rfung potenzieller Konflikte vorhanden" seien. Der Weltverband sei außerdem davon ĂŒberzeugt, dass das Compliance-System der FOM "robust genug ist, um eine unbefugte Weitergabe vertraulicher Informationen zu verhindern".

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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