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Lehren aus dem Saisonauftakt der Formel 1

Von dpa
Aktualisiert am 29.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Mick Schumacher landete im schwachen Haas in Bahrain auf Platz 16.
Mick Schumacher landete im schwachen Haas in Bahrain auf Platz 16. (Quelle: James Gasperotti/ZUMA Wire/dpa./dpa)
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Sakhir (dpa) - Der Start in die neue Formel-1-Saison hat die Erwartungen bei vielen erf├╝llt, aber nicht bei allen.

Ein deutscher Vierfach-Weltmeister kommt auch beim Karriere-Neustart im neuen Team aus dem Frust-Kreislauf nicht raus. Ein deutscher Deb├╝tant hingegen ist gl├╝cklich, weil er ins Ziel gekommen ist. Der WM-Kampf ganz vorn k├Ânnte endlich zu einem echten Duell werden.

"Das ist doch super", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Es gibt keinen besseren Sieg als einen, der hart erk├Ąmpft ist und keine bessere Meisterschaft als die, die bis ans Ende geht und es einen echten Schlagabtausch gibt, bei dem man einstecken muss und austeilen kann."

DER GL├ťCKLICHE VON PLATZ 16: So f├╝nf Prozent fehlten, um vollkommen gl├╝cklich zu sein. Aber die Tatsache, dass Mick Schumacher dieses Rennen mit einem Crash seines Teamkollegen Nikita Masepin direkt nach dem Start und einer anschlie├čenden Safety-Car-Phase letztlich ohne gro├če Schnitzer - von einem Dreher in der windigen W├╝ste von Sakhir mal abgesehen - schadlos beendete, zauberte dem 22-J├Ąhrigen ein zufriedenes L├Ącheln ins Gesicht. Sein erstes Grand-Prix-Wochenende zeigte, dass er seinen Stallrivalen erstmal fast im Griff hat und immer vor ihm lag. "Mick hat einen sehr guten Job gemacht", lobte sein Teamchef G├╝nther Steiner nach dem Rennen. Es wurde aber auch deutlich, dass Mick Schumacher irgendwie ein einsames Lehrjahr vor sich hat: Zu den Rivalen vor ihm ist es mit dem zu schwachen Haas erstmal zu weit, und hinter Haas kommt nichts mehr.

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DER UNGL├ťCKLICHE VON PLATZ 15: Es sind S├Ątze wie dieser, die manch einen an Statements von Sebastian Vettel bei Ferrari erinnerten: "Wir haben sehr viel gelernt." Oder auch dieser: "Wir wissen, wo wir uns verbessern k├Ânnen." Und dieser: "Es gibt viel, das wir verbessern k├Ânnen." Vettel sagte sie aber nach seinem Einstandsrennen im Aston Martin. Ein Rennen, in dem er zu langsam war und auch noch eine Strafe nach einem Auffahrunfall kassierte. Ein Rennen nach einem Freitag und einem Samstag mit bereits genug Ern├╝chterung wie Platz 18 in der Qualifikation. Der Aston Martin, so sch├Ân ihn Vettel auch schon bei der Vorstellung fand, ist noch nicht gut genug. Und Vettel auch jetzt nicht fehlerfrei. Es ist erst der Anfang, aber der ging schon mal ziemlich daneben.

BRANCHENF├ťHRER MIT BEISTAND: Der kraftvolle Jubel von Toto Wolff bei der Zieldurchfahrt von Superstar Lewis Hamilton sagte einiges aus. Erleichterung, dass es doch wieder geklappt hat. Stolz, dass Mercedes den ersten richtig schweren Angriff von Red Bull abgewehrt hat. Und Freude, dass sein Team tats├Ąchlich nie siegesm├╝de wird. "Wenn mir am Samstag jemand gesagt h├Ątte, dass es so ausgeht, h├Ątte ich das wahrscheinlich nicht geglaubt", sagte Wolff, "aber wir haben uns von den Tests erholt". Die Strategie war perfekt oder wie Wolff es sagte: "Der Renn-Gott war auf unserer Seite."

HERAUSFORDERER MIT VORTEIL: Er ist der, der Hamiltons achten Triumph am ehesten verhindern kann: Max Verstappen. Der 23 Jahre alte Niederl├Ąnder fuhr in allen drei Trainings in Bahrain die Bestzeit, er war mit rund vier Zehntelsekunden Vorsprung der Schnellste in der Qualifikation, und er h├Ątte trotz der taktischen Finesse von Mercedes das Rennen fast noch gewonnen. "Ein gro├čartiges Rennen, hart zu verlieren", sagte Red Bulls Teamchef Christian Horner, "aber das war erst das erste von 23."

DEB├ťTANT MIT PUNKTEN UND POTENZIAL: Yuki Tsunado h├Ątte eigentlich so richtig gl├╝cklich sein k├Ânnen. Platz neun dank eines tollen Man├Âvers in der letzten Runde, zwei Punkte gesichert. Aber, nein. Der 20 Jahre alte Japaner war nur zur "50 Prozent" gl├╝cklich. Er kritisierte nicht das Auto, nicht die Gegner, der 1,60 Meter gro├če Tsunoda ging mit sich selbst hart ins Gericht. "Ich habe gleich auf der ersten Runde viele Punkte verloren", sagte der Pilot von Alpha Tauri, nachdem er von Startrang 15 auf Platz 15 zur├╝ckgefallen war: "Das war mein gro├čer Fehler."

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