Sie sind hier: Home > Sport > Formel 1 >

Formel 1: Fight mit Hamilton – so lief der Crash von Max Verstappen

Turbulenter Start in Silverstone  

Fight mit Hamilton: So lief der Crash von Max Verstappen

18.07.2021, 17:20 Uhr
Formel 1: Fight mit Hamilton – so lief der Crash von Max Verstappen. Szene beim Start in Silverstone: Lewis Hamilton (l.) neben Max Verstappen. (Quelle: imago images)

Szene beim Start in Silverstone: Lewis Hamilton (l.) neben Max Verstappen. (Quelle: imago images)

Die beiden Rivalen liefern sich direkt beim Start beim Großen Preis von Großbritannien ein packendes Duell – mit dramatischem Ausgang. Wer hat Schuld? Die Meinungen in der Formel 1 gehen auseinander.

Was für ein Start beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone. WM-Spitzenreiter Max Verstappen ist nach einer Reifenberührung mit Lewis Hamilton schon nach einer Runde ausgeschieden. Der niederländische Red-Bull-Pilot krachte beim Grand Prix von Großbritannien ausgangs der Start-Ziel-Geraden hart in den Reifenstapel. Das Rennen wurde direkt unterbrochen, die Rennleitung entschied minutenlang über die Bewertung des Vorfalls – am Ende gab es eine Zehn-Sekunden-Strafe für Hamilton. Die Meinungen über den Verursacher gingen aber auseinander.

Was war genau passiert?

Schon direkt beim Start gibt es Action zwischen Verstappen auf der Pole und dem Zweiten Hamilton. Der Brite im Mercedes versucht sofort, am Niederländer vorbeizuziehen, Verstappen hält aber erbittert dagegen. Dann geht es in die enge Copse-Kurve. Hamilton setzt sich auf rechts direkt neben seinen Konkurrenten, lässt ihm kaum Raum zum Einlenken. Verstappen aber muss nach innen ziehen, um auf die Ideallinie zu kommen – und genau in diesem Moment kommt es zur Berührung zwischen seinem Hinterreifen und Hamiltons Vorderreifen. Daraufhin hob Verstappen ab, krachte voll in den Reifenstapel.

Der 23-Jährige konnte zwar selbst aus seinem Cockpit steigen, den Bildern zufolge wirkte er aber deutlich mitgenommen. Anschließend kam das Safety Car auf den Kurs gefahren, ehe das Rennen unterbrochen wurde. "Ist Max okay?", fragte Hamilton direkt seinen Kommandostand. "Er ist aus dem Wagen draußen", antwortete sein Renningenieur Peter Bonnington.

"Dann sind die alle blind"

Daraufhin wurden sowohl Mercedes-Teamchef Toto Wolff als auch sein Red-Bull-Kollege Christian Horner bei Formel-1-Rennleiter Michael Masi vorstellig, um ihre Sicht auf die Situation vorzutragen. "Lewis ist dort in einer der schnellsten Kurven der Saison, er kennt diesen Kurs auswendig, er weiß, dass das dort nicht funktioniert", kritisierte Horner im Interview bei Sky. Red-Bull-Berater Dr. Helmut Marko war direkt außer sich: "Das ist fahrlässiges bis gefährliches Verhalten", sagte der Österreicher bei Sky. Auf Äußerungen aus der Mercedes-Box, Hamilton sei doch "daneben gewesen", konterte Marko: "Dann sind die alle blind. Die Wiederholungen haben ganz klar gezeigt: Er ist mit seinem linken Vorderrad in unser rechtes Hinterrad."

Allerdings gab es auch Stimmen, die den Crash als für Verstappen zwar bitteren, aber üblichen "Racing Incident", also einen Rennunfall bewerteten. "Unterm Strich hätten in der Situation beide Fahrer mehr machen können", erklärte Ex-Fahrer und TV-Experte Karun Chandhok bei Sky. "Kurz vor dem Kontakt könnte Hamilton ein bisschen weiter nach innen gehen, aber auch Max könnte ihm da ein bisschen mehr Platz lassen. Für mich ist das ein Rennzwischenfall."

Am Ende entschied die Rennleitung: Zehn Sekunden Strafe für Hamilton. Und das Rennen lief weiter. Nur nicht für Verstappen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtungen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: