Lienens Oberschenkel bis zum Knochen aufgeschlitzt

27.08.2012, 12:23 Uhr | t-online.de

Ewald Lienens Horror-Verletzung . Ewald Lienen Sekunden nach seiner Horror-Verletzung. (Quelle: imago images)

Ewald Lienen Sekunden nach seiner Horror-Verletzung. (Quelle: imago images)

Es war ein Foul, das Geschichte schrieb. Der Bielefelder Ewald Lienen trägt am 14. August 1981 in der Bundesliga-Partie gegen Werder Bremen eine Horror-Verletzung davon. Spieler und Verantwortliche sind entsetzt, dem Publikum stockt der Atem. An Lienens rechtem Oberschenkel klafft eine 25 Zentimeter lange Wunde, man kann bis auf den Knochen blicken.

Der Arminen-Stürmer befindet sich nach der rüden Attacke im Schock-Zustand. Wie im Wahn springt Lienen auf, beschimpft Werder-Coach Otto Rehhagel, seinen Spieler zum Foulspiel angestachelt zu haben. Auch der Übeltäter, Norbert Siegmann, ist nach dem Foul konsterniert. Der Spieler steht neben Lienen, hebt völlig verblüfft die Arme.

"Natürlich hat mich das Foul verfolgt"

Noch Jahre nach dem Vorfall beschäftigen Siegmann die Sekunden nach seiner unglücklichen Grätsche. "Natürlich hat mich das Foul verfolgt. Die ersten Jahre war es nicht einfach", erklärte Siegmannn in einem Interview mit dem "Berliner Tagesspiegel". Für den Werder-Spieler änderte sich anschließend die komplette Fußball-Welt: "Ich war gebrandmarkt als der Ober-Treter, obwohl ich in meiner ganzen Karriere keine einzige Rote Karte gesehen habe." Als "Schlitzer" verhöhnten ihn die gegnerischen Fans.

Mittlerweile hat Siegmann mit dem schwarzen Kapitel seiner Profi-Karriere abgeschlossen. "Nachdem ich mir tausendmal selbst diese Fragen gestellt hatte, habe ich für mich eine klare Linie gefunden: Es war keine Absicht. Es war zu 90 Prozent ein Unfall, eigentlich war es ein Allerweltsfoul – nennen wir es Schicksal", stellt der heute 59-Jährige klar.

"Ich habe mich lange weggeduckt"

Auch die Fans haben Siegmann das unschöne Foul verziehen. "Die ganze Sache hat sich gedreht. Damals war ich der böse Täter, und habe mich lange weggeduckt und wollte davon nichts mehr hören und nichts mehr sehen. Heute nennen mich einige Leute sogar Legende, da zucke ich dann immer zusammen. Den Namen Siegmann kennt heute kaum noch einer, aber wenn das Gespräch auf dieses Foul kommt, dann sagen alle: ach, du bist das?"

Siegmann beendete seine Karriere 1986 übrigens verletzungsbedingt, Lienen spielte noch bis zum Jahre 1992. Nach Siegmanns Foul musste der Arminen-Stürmer vier Wochen pausieren.

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