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Rundumschlag: Mehmet Scholl schießt gegen Tedesco und Co.

"Elf Monate Gehirnwäsche"  

Rundumschlag: Mehmet Scholl schießt gegen Tedesco und Co.

08.12.2017, 17:05 Uhr | DED, t-online.de

Rundumschlag: Mehmet Scholl schießt gegen Tedesco und Co.. Klare Meinung: Mehmet Scholl. (Quelle: imago images)

Klare Meinung: Mehmet Scholl. (Quelle: imago images)

Der Ex-Nationalspieler war schon immer bekannt für klare Worte. Nun schießt der 47-Jährige gegen die aktuelle deutsche Trainergeneration – und warnt vor einer fatalen Entwicklung.

Mehmet Scholl hat der Zukunft des deutschen Fußballs ein besorgniserregendes Zeugnis ausgestellt – und ist ganz offensichtlich kein Fan der neuen, jungen Erfolgstrainer der Bundesliga. "Die Tedescos, die Wolfs – sie sprießen aus dem Boden und der deutsche Fußball wird sein blaues Wunder erleben."

Denn: "Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert. Viel schlimmer: Diese ganzen Trainer gehen jetzt in den Nachwuchs, weil oben die Plätze begrenzt sind," sagte Scholl in seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten".

"Eine weichgespülte Masse"

Der Ex-Bayern-Star wurde noch deutlicher: "Wir verlieren die Basis." Gerade in der täglichen Arbeit im Training würden deutliche Defizite entstehen: "Die Kinder müssen abspielen, dürfen sich nicht mehr im Dribbeln ausprobieren. Sie kriegen nicht die richtigen Hinweise, warum ein Pass nicht gelingt, warum ein Dribbling nicht gelingt, warum der Zweikampf verloren wurde."

Die Schwerpunkte würden falsch gesetzt werden. "Stattdessen können sie 18 Systeme, rückwärtslaufen und furzen." Auch die Persönlichkeitsentwicklung der Spieler bleibe auf der Strecke: "Nebenbei werden die Riberys und Robbens aussortiert, weil sie unbequem sind. Auch die Machtmenschen wie Effe, die dann am Ende den Unterschied ausmachen können, die werden auch aussortiert." Die Folge: Bei den Profis würde "eine weichgespülte Masse ankommen, die erfolgreich sein wird, aber niemals das Große gewinnen wird."

Scholl hatte 2012 den DFB-Trainerlehrgang bestanden. Seine Ausbildungszeit beschreibt er als "elf Monate Gehirnwäsche."

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