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Eintracht Frankfurt – Danny da Costa über Rassismus: "Bin kein wildes Tier"


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Da Costa: "Man bestraft dann 50.000 Menschen"

Von sid
Aktualisiert am 24.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Danny da Costa: Der Frankfurter Verteidiger fordert mehr Zivilcourage seiner Mitbürger.
Danny da Costa: Der Frankfurter Verteidiger fordert mehr Zivilcourage seiner Mitbürger. (Quelle: Eibner/imago-images-bilder)
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Nach wiederholten rassistischen Vorfällen in Fußballstadien fordert Frankfurts Danny da Costa mehr Zivilcourage von seinen Mitbürgern ein. Zudem will der Verteidiger aktiv zum Abbau rassistischer Stereotypen beitragen.

Danny da Costa vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt sieht nach den jüngsten Rassismusfällen ein entschlossenes Handeln und Courage in den Stadien. "Die Mehrheit steht sehr wohl auf und sagt: Das geht nicht. Es wird vernünftig dagegen vorgegangen. Und das sind wichtige Zeichen. Zivilcourage ist ganz wichtig, das hinterlässt Eindruck und bleibt in den Köpfen hängen", sagte der 26 Jahre alte Sohn einer Kongolesin und eines Angolaners der "Frankfurter Rundschau".


"Neger" und "Judensau": Neun erschütternde Rassismus-Vorfälle aus der Bundesliga

Während des DFB-Pokalspiels zwischen dem FC Schalke 04 und Hertha BSC ist Berlins Verteidiger Jordan Torunarigha offenbar von Zuschauern rassistisch beleidigt worden. Vorfälle dieser Art sind leider bereits in der Vergangenheit im deutschen Fußbal aufgetreten. t-online.de erinnert an neun erschütternde Vorfälle.
Souleymane Sané: Der Vater von Nationalspieler Leroy Sané wurde in der Saison 1990/91 während des Achtelfinals des DFB-Pokals von HSV-Fans mit Affenlauten und "Neger raus!"-Rufen beleidigt. Der Wattenscheider zeigte sich sowohl auf dem als auch neben dem Platz schlagfertig: Der Stürmer traf zum entscheidenden 2:1 für die Bochumer und sagte im Anschluss in Richtung der Hamburger: "Nix Neger raus, HSV ist raus!"
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Für da Costa, der 2013 in der Zweitligapartie 1860 München gegen den FC Ingolstadt selbst rassistisch angefeindet worden war, sind Spielabbrüche als Folge rassistischer Anfeindungen jedoch keine Option. "Man bestraft dann 50.000 Menschen, weil eine Gruppe von, sagen wir, zehn Leuten, sich danebenbenimmt", sagte da Costa: "Und ganz ehrlich: Wer Affenlaute macht, weil da ein paar Dunkelhäutige rumlaufen, der interessiert sich doch nicht großartig dafür, was auf dem Platz passiert, dem ist das doch egal."

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da Costa berichtet von Alltagsrassismus: "Daran habe ich schon zu knabbern"

Wichtig sei, dass das Thema nicht unter den Tisch gekehrt wird, betonte da Costa, der die Übeltäter als "Idioten" bezeichnete, "die es leider überall gibt". Auch im Alltag gäbe es immer wieder Vorfälle, wie der gebürtige Neusser erzählt. "Als ich neulich spazieren war, kam jemand auf mich zu, sah mich, drehte sich um, versteckte sich und ging erst dann weiter, als ich an ihm vorbei war. Daran habe ich schon zu knabbern", sagte er.

"Natürlich bin ich dunkelhäutig, aber deswegen bin ich doch kein wildes Tier und stürme auf Leute zu. So etwas aus den Köpfen der Menschen herauszubekommen, ist das Schwierige", betonte da Costa, der sich aufgrund der aktuellen Ereignisse wie jetzt in Hanau Gedanken um seine eigene Sicherheit macht. "Solche Attentate sind immer schrecklich und bewegen ein ganzes Land. Man kann sich nur wünschen, dass es nie wieder zu so etwas kommen wird und die Entwicklung im Land wieder in die andere Richtung geht."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur sid
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  • Melanie Muschong
Von Melanie Muschong
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