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Bundesliga: Werder Bremen verliert im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt

Bundesliga-Nachholspiel  

Bremen am Boden: Frankfurt siegt eiskalt bei Werder

03.06.2020, 22:33 Uhr | dd, dpa, sid

Bundesliga: Werder Bremen verliert im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt. Frankfurts Silva trifft, Bremens Torwart Pavlenka ist machtlos. (Quelle: Reuters)

Frankfurts Silva trifft, Bremens Torwart Pavlenka ist machtlos. (Quelle: Reuters)

Die Grün-Weißen verlieren trotz stabiler Leistung gegen eine clevere SGE und stecken weiter tief im Abstiegskampf. Die endgültige Entscheidung fällt in der Schlussphase.

Bittere Niederlage für Werder Bremen. Im Bundesliga-Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt gab es eine 0:3(0:0)-Pleite für die Grün-Weißen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt verpasste damit den Sprung auf den Relegationsplatz und ist mit 25 Zählern weiter Vorletzter. Frankfurt dagegen konnte sich mit dem Erfolg im Liga-Mittelfeld stabilisieren. André Silva (61.) und Stefan Ilsanker (81./90.) trafen für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter.

Kohfeldt gab sich nach der Partie kämpferisch: "Es war ein Rückschlag, aber kein K.o.-Schlag." "Wir geben die Gegentore zu einfach her", sagte sein Kapitän Niklas Moisander bei Sky: "Es ist aber noch nicht vorbei. Wir haben uns in den drei Spielen vorher eine gute Situation erspielt. Jetzt müssen wir ruhig bleiben." Joker Ilsanker scherzte nach seinen ersten beiden Bundesligatreffern: "Bei meiner Torgefährlichkeit der letzten Jahre hat man mich einfach allein stehen lassen. Das ist das Ketchupflaschen-Prinzip. Erst kommt gar nichts und dann alles auf einmal."

Eigentlich hatte die Partie noch vor der Corona-Pause am 1. März stattfinden sollen, war damals aber unter viel Getöse verlegt worden, nachdem das Frankfurter Zwischenrunden-Rückspiel in der Europa League bei RB Salzburg kurzfristig aufgrund einer Orkanwarnung verlegt werden musste. Die Bremer fühlten sich damals durch die Verschiebung benachteiligt. Doch ein Vierteljahr später dürfte Werder-Coach Kohfeldt froh gewesen sein, dass die Begegnung damals nicht stattfand.

Das Spiel war von Beginn an kampfbetont und hektisch

Schließlich sah die Personalsituation der Norddeutschen am Mittwoch deutlich besser aus als damals. Kohfeldt konnte es sich sogar leisten, in Leonardo Bittencourt den Matchwinner der beiden Siege in Freiburg und auf Schalke zunächst auf der Bank zu lassen. Auch Milot Rashica blieb zunächst draußen. Dafür stand unter anderem Fin Bartels erstmals nach 907 Tagen wieder in der Startelf der Grün-Weißen.

Im dritten Duell beider Teams in dieser Saison nach dem Remis im Hinspiel und dem Frankfurter Sieg im Viertelfinale des DFB-Pokals entwickelte sich von Beginn an eine kampfbetonte und von großer Hektik geprägte Partie. Viele Zweikämpfe, viele Fouls, wenig Spielfluss – es war Abstiegskampf pur im Bremer Weserstadion. Zwei Chancen für Werder durch Davy Klaassen (15.) und Davie Selke (33.), eine für die Gäste durch Silva (11.) waren die einzigen Höhepunkte in einer allerdings hoch intensiven Partie.

Werder fand einfach keine Mittel

Auch an der Seitenlinie ging es phasenweise hoch her. Kohfeldt und Adi Hütter sowie Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner lieferten sich so manches Wortgefecht. Auch die auf der Tribüne sitzenden Ersatzspieler beider Teams gingen immer wieder lautstark mit.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften weiter einen erbitterten Fight. Die Eintracht agierte nun aber etwas klarer in ihren Aktionen und erspielte sich ein leichtes Übergewicht. In der 59. Minute wurde ein Treffer von Dominik Kohr wegen Abseits noch aberkannt, kurz darauf gingen die Hessen aber in Führung. Nach einer Flanke von Filip Kostic köpfte Silva den Ball ins Tor.

Kohfeldt reagierte prompt und brachte in Josh Sargent und Milot Rashica zwei frische Angreifer. Doch Werder fand nach der Pause keine Mittel mehr, der eingewechselte Bittencourt hatte in der 79. Minute die erste Werder-Chance nach der Pause. Stattdessen machte Ilsanker mit seinen beiden Treffern alles klar.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID

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