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Werder Bremen mit Remis in Heidenheim zum Klassenverbleib

Von dpa
Aktualisiert am 06.07.2020Lesedauer: 3 Min.
Bremens Trainer Florian Kohfeldt (r) jubelt ├╝ber den zweiten Treffer gegen den FC Heidenheim.
Bremens Trainer Florian Kohfeldt (r) jubelt ├╝ber den zweiten Treffer gegen den FC Heidenheim. (Quelle: Tom Weller/dpa./dpa)
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Heidenheim (dpa) - Werder Bremen bleibt der Fu├čball-Bundesliga doch noch erhalten. Im letzten Moment brachte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt eine desolate Saison zu einem gl├╝cklichen Ende und sicherte sich durch ein 2:2 (1:0) beim 1. FC Heidenheim den versp├Ąteten Klassenverbleib.

"Heute hat man die Erleichterung gesehen", sagte Bremens Davy Klaassen bei DAZN. "Das war eine schwere Saison f├╝r alle." Im Relegations-R├╝ckspiel am Montagabend gingen die Bremer durch ein Eigentor des Heidenheimers Norman Theuerkauf (3. Minute) fr├╝h in F├╝hrung. Tim Kleindienst (85.) sorgte mit dem 1:1 noch einmal f├╝r Spannung und eine packende Schlussphase.

Ein Sieg der Gastgeber h├Ątte nach dem 0:0 im Hinspiel Werders ersten Abstieg seit 40 Jahren besiegelt. Ludwig Augustinsson (90.+4) schoss die Bremer erneut in F├╝hrung. "Mit dem 2:1 war es dann eigentlich entschieden", sagte Frank Schmidt, der die vorl├Ąufige Kr├Ânung seiner bald 13 Jahre als FCH-Trainer verpasste und mit seiner Mannschaft in der 2. Liga bleibt, bei DAZN. Das 2:2 durch einen Foulelfmeter durch Kleindienst (90.+6) konnten die G├Ąste dank der Ausw├Ąrtstorregel verschmerzen. "Wir haben kein Spiel verloren und es trotzdem nicht geschafft, das ist brutal", sagte Kapit├Ąn Marc Schnatterer.

Die lange Karriere des 41 Jahre alten Werder-Angreifers Claudio Pizarro hat dagegen ein vers├Âhnliches Ende gefunden. Als Pizarro 1999 zu Werder in die Bundesliga gewechselt war, hatte Heidenheim noch nicht mal in der Oberliga gespielt. "Wir sind mega-entt├Ąuscht heute", sagte Schmidt und sprach von einer "gewissen Leere".

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Die Heidenheimer machten mehr L├Ąrm auf der Trib├╝ne als auf dem Platz. Die Delegation des schw├Ąbischen Clubs hatte Kuhglocke, Trommel und sogar eine Sirene mitgebracht, was die G├Ąste jedoch nicht verunsicherte. In einem der h├Âchstgelegenen Stadien Deutschlands trat Werder ├╝ber weite Strecken souver├Ąn auf. Nach nicht einmal einer Minute landete eine Flanke von Ludwig Augustinsson vor den F├╝├čen von Joshua Sargent, der es vor lauter ├ťberraschung nicht fertig brachte, den Ball aus einem Meter ├╝ber die Linie zu dr├╝cken.

Wenige Sekunden sp├Ąter brachte stattdessen ein Heidenheimer die Bremer in F├╝hrung. Nach einem technischen Fehler von Sargent an der Strafraumgrenze bef├Ârderte Theuerkauf den Ball ungl├╝cklich ins eigene Tor. Kohfeldt hatte vor der Partie vom "Vertrauen" in die eigenen F├Ąhigkeiten gesprochen. Mit dem fr├╝hen F├╝hrungstor kehrte dieses Vertrauen zur├╝ck.

Es machte sich nicht bemerkbar, dass der Coach seinen St├╝rmer Niclas F├╝llkrug etwas ├╝berraschend auf der Bank gelassen hatte. Werder spielte seine technische ├ťberlegenheit aus und lie├č Heidenheim dem Ball hinterherlaufen. Was die Gastgeber entgegenzusetzen hatten, war ihre Athletik und Kampfkraft. Chancen erspielte sich die Mannschaft von Trainer Schmidt im ersten Durchgang nicht.

Trotzdem blieb die Partie eng, weil sich auch in Heidenheim eines der gr├Â├čten Werder-Probleme in dieser Spielzeit offenbarte: die mangelnde Fitness. Je l├Ąnger das Spiel dauerte, desto schlapper wurde Kohfeldts Mannschaft. Der FCH wirkte deutlich austrainierter und kam kurz nach der Pause zu ersten Gelegenheiten durch Stefan Schimmer (46.) und David Otto (48.). Und weil Heidenheim nun kommen musste, bekam Werder R├Ąume.

Innerhalb von drei Minuten lie├čen Milos Veljkovic (57.), Augustinsson (58.) und Sargent (59.) teils hochkar├Ątige Chancen aus. Aufregung herrschte dann aber pl├Âtzlich aus einem anderen Grund. Mitte des zweiten Durchgangs kamen auf einmal etwa 50 Heidenheimer Fans auf die Trib├╝ne und machten sich lautstark bemerkbar. Bremens Gesch├Ąftsf├╝hrer Klaus Filbry regte sich genauso lautstark dar├╝ber auf. Wenige Minuten sp├Ąter waren sie wieder verschwunden. Kleindienst sorgte mit seinem Ausgleichstreffer f├╝r Spannung - die Sensation aber blieb aus.

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