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Doppelpass-Moderator Rudi Brückner: "Jungen Moderator hätte man verbrannt"

INTERVIEWKultmoderator  

"Wenn das Baby in Gefahr ist, muss man helfen"

27.09.2021, 18:54 Uhr
Doppelpass-Moderator Rudi Brückner: "Jungen Moderator hätte man verbrannt". Rudi Brückner: Der Kultmoderator ersetzte den erkrankten Florian König.  (Quelle: Sport1)

Rudi Brückner: Der Kultmoderator ersetzte den erkrankten Florian König. (Quelle: Sport1)

17 Jahre nach seiner letzten Sendung feierte Rudi Brückner am Sonntag sein Comeback und moderierte den Doppelpass. Der 66-Jährige kann sich weiterhin einen Job vor der Kamera vorstellen – unter einer Bedingung. 

Als "TV-Comeback des Jahres" hatte Sport1 ihn angekündigt. Und in der Tat war es eine faustdicke Überraschung, als der Sportsender am vergangenen Freitag verkündete, dass Rudi Brückner, Doppelpass-Moderator der ersten Stunde, den erkrankten Florian König ersetzen sollte. 

Der 66-Jährige, von 1995 bis 2004 bereits Moderator der Sendung im DSF (Deutsches Sportfernsehen, früherer Name des Senders, Anm. d. Redaktion), erfuhr selbst erst drei Tage vor der Sendung, dass er an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren würde. 

Einen Tag nach seinem Comeback spricht der gebürtige Wuppertaler über die unverhoffte Rückkehr, ob er sich noch eine Zukunft vor der Kamera vorstellen kann, und was sein Biohof damit zu tun hat. 

t-online: Herr Brückner, am Sonntag moderierten Sie erstmals nach 17 Jahren wieder den Doppelpass. Wie war's?

Rudi Brückner: Ich musste mich erst einmal etwas eingrooven, aber dann habe ich mich schnell wohlgefühlt. Wissen Sie: Radfahren verlernt man nicht. Und bei solch einem gesprächsfreudigen Gast wie Herrn Watzke läuft das irgendwann auch von allein.

Wann wussten Sie, dass Ihr Comeback bevorsteht?

Das Ganze lief doch sehr spontan ab. Florian König musste leider kurzfristig absagen, da seine Gesundheit natürlich vorgeht. Das war am vergangenen Donnerstag. Die darauffolgenden Tage waren dann voll mit Sendungsvorbereitung.

Was haben Sie dabei anders gemacht als vor zwanzig Jahren?

Inhaltlich bin ich genauso herangegangen wie früher. Neu war, salopp gesagt, das ganze bunte Drumherum. Die Gewinnspiele, die Werbung – die Redaktion macht das super, nur für mich als Moderator war es neu, mich auch viel um die "Verpackung", und nicht nur um den Inhalt kümmern zu können. Diese "Verpackung" ist aber für alle Fernsehsender wichtig – auch für Sender wie die ARD oder das ZDF, nicht nur für Privatsender.

Rudi Brückner: Der Moderator feierte nach 17 Jahren sein Comeback.  (Quelle: Sport1)Rudi Brückner: Der Moderator feierte nach 17 Jahren sein Comeback. (Quelle: Sport1)

Als am Donnerstag der Anruf kam: Wie viel Bedenkzeit haben Sie sich von den Sendungsverantwortlichen erbeten?

Keine. Der Doppelpass ist mein Baby. Wenn das Baby in Gefahr ist, dann muss man helfen. Dass ihnen nichts Besseres eingefallen ist, als mich anzurufen, hat mich natürlich sehr gefreut (lacht). Aber das sind 2,5 Stunden Livesendung. Einen jungen Moderator hätte man verbrannt. Erfahrung war da wichtig, weil man in solch einer langen Sendung auch immer wieder in Konzentrationsklemmen kommt. Das ist nicht ohne.

Wie geht es nun weiter? Stünden Sie für weitere Sendungen bereit?

Sollte Florian Königs Gesundheitszustand es nicht zulassen, dass er die Sendung kommenden Sonntag moderiert, werde ich wieder einspringen. So sind wir verblieben. 

Die Sendung am Sonntag erzielte einen Saisonbestwert. Haben Sie dennoch Blut geleckt und Lust auf mehr Auftritte vor Millionenpublikum?

Da das Publikum mich offensichtlich auch wollte, spricht das doch für sich (lacht). Bei Anfragen ist es generell so: Solange es nicht unseriöse Dinge sind, bin ich für alles offen. Ich habe meinen Biohof hier in Bayern, südöstlich vom Münchner Flughafen. Da muss ich immer regelmäßig die Schafe ausmisten – das lasse ich mir auch nicht nehmen. Wenn sich der Job vor der Kamera und der Hof verquicken lässt, dann wäre das super. 

Verwendete Quellen:
  • Telefonat mit Rudi Brückner

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