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WM 2018 – Reporter vor Ort: Letzte Chance für Özil und Gündogan


DAS ist die letzte Chance für Özil & Gündogan

Von Luis Reiß, Watutinki

Aktualisiert am 14.06.2018Lesedauer: 3 Min.
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Mesut Özil (l.) und Ilkay Gündogan beim Training des Nationalteams: Beide haben unter der Debatte über ihr Foto mit dem türkischen Präsidenten gelitten.
Mesut Özil (l.) und Ilkay Gündogan beim Training des Nationalteams: Beide haben unter der Debatte über ihr Foto mit dem türkischen Präsidenten gelitten. (Quelle: Christian Charisius/dpa-bilder)
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Die Nationalelf hat für die WM in Russland ein abgeschiedenes Quartier vor den Toren Moskaus gewählt. Zwei umstrittene Stars müssen hier schnell in Form kommen. DFB-Boss und Trainer werden deutlich.

Wer Abenteuer und Abwechslung sucht, ist in Watutinki vermutlich falsch. Der kleine Ort, 11.000 Einwohner, ist etwa eine halbe Stunde von der Millionen-Metropole Moskau entfernt. Dort, im gleichnamigen Hotel Watutinki, wohnt die Nationalelf. Spieler und Trainer teilen sich einen neugebauten Trakt des örtlichen Hotels, modern und zweckmäßig eingerichtet. Bundestrainer Jogi Löw sprach vom Charme einer „besseren Sportschule“.

Der alte Gebäudetrakt des Hotel Watutinki: Hier ist das Medienzentrum untergebracht, der Neubau für die Nationalelf befindet sich in der Nähe.
Der alte Gebäudetrakt des Hotel Watutinki: Hier ist das Medienzentrum untergebracht, der Neubau für die Nationalelf befindet sich in der Nähe. (Quelle: Ina Fassbender/dpa-bilder)

Drumherum: Viel Wald und einige Plattenbauten. Die Anlage ist riesig. Selbst wenn man die strengen Sicherheitskontrollen passiert hat, braucht es noch einige Minuten Fußmarsch zum Hotel-Gebäude. Ablenkung vom Trainingsalltag wird es hier wenig geben. Das Hotel Watutinki ist eine kleine Festung, geschützt und abgeschirmt von der Außenwelt. Das dürfte nicht allen Spielern gefallen.

Löw will um Spieler kämpfen

Zumindest zwei können die damit verbundene Ruhe aber gut gebrauchen: Ilkay Gündogan und Mesut Özil. Auch am ersten Trainingstag der Nationalelf in Russland war ihr Foto mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Erdogan das bestimmende Thema. Die Spieler nimmt das sichtlich mit.

Man habe besonders Gündogan angemerkt, wie sehr ihn die Pfiffe beschäftigt haben, berichtete Trainer Löw. Nach dem Testspiel gegen Saudi-Arabien (2:1), bei dem er heftig ausgepfiffen worden ist, schlich der Mittelfeldspieler in der vergangenen Woche bedrückt aus dem Leverkusener Stadion. Klar ist: Spielt er weiter so verunsichert wie in diesem Spiel, wird er bei der WM keine große Rolle spielen.

Löw hofft nun, dass beide Spieler nach der Ankunft in Russland "im Kopf den Schalter umlegen" können. Für ihn sei außerdem zu dem Thema alles gesagt. Sein Fokus: "Beide Spieler, die unter der Situation gelitten haben, so in Form zu bringen, dass sie einen Mehrwert für die Mannschaft haben."

DFB-Boss: "Erwarte, dass jeder sich für Deutschland einsetzt"

Beim ersten Training der Nationalelf in Russland erzielte Gündogan gleich zwei Treffer. Von den eingeladenen Schülern einer deutschen Schule in Moskau gab es Jubel und Applaus. Normalerweise schenkt der Star von Manchester City dem bei einem Trainingsspiel keine Beachtung. Diesmal dürfte es ihm gutgetan haben.

DFB-Präsident Reinhard Grindel und Bundestrainer Jogi Löw: Auf der ersten Pressekonferenz in Russland mussten sie sich schwierigen Fragen stellen.
DFB-Präsident Reinhard Grindel und Bundestrainer Jogi Löw: Auf der ersten Pressekonferenz in Russland mussten sie sich schwierigen Fragen stellen. (Quelle: Axel Schmidt/Reuters-bilder)

DFB-Präsident Reinhard Grindel nutzte die Bühne der Pressekonferenz in Watutinki anschließend für eine deutliche Ansage: "Ich erwarte, dass jeder sich für Deutschland einsetzt, mit allem was er hat." In Richtung von Mesut Özil, der zu dem Thema bislang schweigt, ergänzte er: "Und dass er, wenn er schon in Interviews keine Antwort geben will, dann auf dem Platz. Ich weiß dass Mesut und Ilkay dazu bereit sind."

Grindel sieht auch Flüchtlingskrise als Ursache

Im Gegensatz zu Özil hatte Gündogan sich mehrfach in Statements und Interviews erklärt. Das Foto mit dem türkischen Präsidenten stellte er als Geste der Höflichkeit dar. Die Wut der Fans blieb.

Hinter dem Ausmaß der Ablehnung vermutet DFB-Boss Grindel Ursachen, die "wesentlich tiefer gehen, über die beiden Spieler hinaus". Seit der Flüchtlingskrise 2015 sei das Thema Integration nicht mehr nur positiv besetzt: "Die Menschen sehen Probleme und erwarten deshalb Klarheit, insbesondere im Bekenntnis zu Werten und unserem Land. Wir haben es mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun, das uns als DFB trifft, weil wir Spiegel der Gesellschaft sind."

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Verwendete Quellen
  • eigene Beobachtungen vor Ort
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