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WM 2018: Schweizer Torschützen provozieren Serben mit umstrittener Geste

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Last-Minute-Sieg gegen Serbien  

Schweizer Torschützen provozieren beim Torjubel

Von Guido Heisterkamp

23.06.2018, 14:08 Uhr
WM 2018: Schweizer Torschützen provozieren Serben mit umstrittener Geste. Xherdan Shaqiri: Der Ex-Bayern-Star zeigt nach seinem Tor die umstrittene Doppeladler-Geste. (Quelle: Reuters/Gonzalo Fuentes)

Xherdan Shaqiri: Der Ex-Bayern-Star zeigt nach seinem Tor die umstrittene Doppeladler-Geste. (Quelle: Gonzalo Fuentes/Reuters)

Der späte Treffer von Ex-Bayern-Star Xherdan Shaqiri bringt die Schweiz einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde. Die Eidgenossen provozieren die Serben aber nach ihren Treffern mit einer umstrittenen Geste.

Die ehemaligen Bundesliga-Profis Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri haben für die Schweiz mit ihren Toren einen Rückstand gedreht und das WM-Spiel gegen Serbien entschieden. So machten sie das Rennen um den Einzug ins Achtelfinale in der Gruppe E zu einem spannenden Dreikampf, brachten mit einer kontroversen Geste aber auch unnötig Brisanz in die Partie.

1 : 2
Flagge Heim-Mannschaft
Serbien
Flagge Auswärts-Mannschaft
Schweiz

1:0 – Aleksandar Mitrovic (5')

1:1 – Granit Xhaka (52')

1:2 – Xherdan Shaqiri (90')

Besondere Vorkommnisse:
Keine.

 

Sowohl Xhaka als auch Shaqiri formten mit den Händen nach ihren Treffern einen zweiköpfigen Adler. Dieser ist Teil der albanischen Flagge. Beide Spieler haben kosovo-albanische Wurzeln. Serbien erkennt den Kosovo nicht als souveränen Staat an. Deshalb wurde der Jubel vielfach als Provokation aufgefasst. 

Die Erklärung von Xhaka dazu lautete wie folgt: "Es ist ein Sieg für die Familie, die Schweiz, Albanien, den Kosovo. Die Geste war für die Leute, die mich immer unterstützt haben, sie war nicht gegen den Gegner gerichtet." Auch Shaqiri behauptete: "Es geht um Fußball, nicht um Politik." Der Schweizer Trainer Vladimir Petkovic war von der Geste trotzdem alles andere als begeistert: "Ich habe schon im Vorfeld gesagt, man soll Politik nicht mit Sport mischen. Der ganze Verband, das ganze Land, hat schon vor Jahren die Meinung gehabt, dass wir das nicht brauchen." 

"Es ist ein geiler Tag!"

Auf dem Platz brauchte sein Team eine ganze Zeit, um den frühen Rückstand durch Serbiens Sturm-Kante Aleksandar Mitroviczu zu verdauen. Nach einer halben Stunde waren die Eidgenossen dann besser im Spiel und zunehmend auch spielbestimmend. Shaqiri sorgte mit seinem Treffer für den verdienten Sieg. "Zuerst ist es das Ziel, weiterzukommen. Wir sind auf einem guten Weg. Mit dieser Mannschaft können wir noch viel erreichen", sagte Shaqiri, der zum Spieler des Spiels gekürt wurde.

"Das war Emotion pur! Die ersten 15 Minuten waren wir überhaupt nicht im Spiel. In der Halbzeit haben wir herum geschrien, waren überhaupt nicht zufrieden. Diese Mannschaft hat mental einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wir können gegen jeden Gegner reagieren. Es ist ein geiler Tag", ergänzte Xhaka.

Dreikampf ums Achtelfinale

Die Schweiz (vier Punkte) hat es, beim letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica (Mittwoch, ab 20 Uhr bei ARD und Liveticker bei t-online.de), jetzt selbst in der Hand ins Achtelfinale einzuziehen.

Serbien (drei Punkte) ist durch die späte Pleite unter Druck geraten und muss wohl Brasilien (vier Punkte) schlagen, um erstmals die K.o.-Runde einer WM zu erreichen.

So lief das Spiel

Serbien setzte gegen die robusten und zweikampfstarken Schweizer von Beginn an auf Offensive. HSV-Profi Filip Kostic links und Dusan Tadic rechts sorgten immer wieder für Gefahr über die Außenpositionen. Die Schweizer kamen erst spät ins Spiel und hatten durch Blerim Dzemaili (10./30.) zwei Torgelegenheiten.

Die verstärkten Angriffsbemühungen der Schweizer nutzte Xhaka mit einem sehenswerten Distanzschuss zum Ausgleich. Kurz darauf hatte Shaqiri (59.) Pech mit einem Schuss ans Lattenkreuz. In der abwechslungsreichen Partie hatten am Ende die Schweizer die größeren Möglichkeiten zum Sieg: Mario Gavranovic und Steven Zuber vergaben jeweils den möglichen Siegtreffer. Der gelang dann Shaqiri kurz vor Spielende.

Mit Material der Nachrichtenagenturen sid und dpa


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