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WM 2018 – Nach Polen-Pleite: Lewandowski wettert gegen eigene Mitspieler


Nach dem Polen-Aus  

Lewandowski wettert gegen seine eigenen Mitspieler

25.06.2018, 12:22 Uhr | sid , t-online.de

WM 2018 – Nach Polen-Pleite: Lewandowski wettert gegen eigene Mitspieler. Völlig abgetaucht gegen Kolumbien: Robert Lewandowski, der die Schuld für das Ausscheiden aber lieber bei seinen Teamkollegen suchte. (Quelle: AP/dpa/Thanassis Stavrakis)

Völlig abgetaucht gegen Kolumbien: Robert Lewandowski, der die Schuld für das Ausscheiden aber lieber bei seinen Teamkollegen suchte. (Quelle: Thanassis Stavrakis/AP/dpa)

Er wollte sich für einen Wechsel zu einem anderen Topklub empfehlen – doch Lewandowskis WM-Premiere mit Polen wurde ein Desaster. Der Bayern-Star ist deshalb wütend. Nur bei sich selbst sieht er keine Schuld.

Nach dem WM-K. o. schon in der ersten Runde holte Robert Lewandowski selbst zum Rundumschlag aus – sogar gegen seine polnischen Mitspieler. "Aus nichts kann ich nichts machen", klagte der Torjäger des FC Bayern nach dem 0:3 (0:1)-Debakel gegen Kolumbien und seinen Münchner Vereinskollegen James, "es gibt keinen Spieler auf der Welt, der den Ball erobert, fünf Gegner und den Torwart ausspielt und dann ein Tor schießt."

Mannschaft hat "nicht die fußballerische Qualität"

Wieder einmal war der Torschützenkönig der Bundesliga in einem entscheidenden Spiel abgetaucht, hatte wie schon mit dem deutschen Rekordmeister in der Champions League gerade dann nicht geliefert, als seine Treffer besonders gefragt waren. Doch die Schuld suchte der 29-Jährige bei seiner völlig verkorksten WM-Premiere bei den anderen.

"Ich hatte keine Torchance", behauptete er, "ich wäre wütend auf mich, wenn ich Chancen gehabt und vergeben hätte. Ich bin ein Stürmer, der von Vorlagen lebt." Und dann kam der Tiefschlag: Die Mannschaft habe "nicht die fußballerische Qualität".

Völlig abgetaucht gegen Kolumbien: Robert Lewandowski, der die Schuld für das Ausscheiden aber lieber bei seinen Teamkollegen suchte. (Quelle: AP/dpa/Thanassis Stavrakis)Völlig abgetaucht gegen Kolumbien: Robert Lewandowski, der die Schuld für das Ausscheiden aber lieber bei seinen Teamkollegen suchte. (Quelle: Thanassis Stavrakis/AP/dpa)

James zaubert mit Cuadrado, Quintero und Falcao

Ein paar Meter weiter lieferte sein Bayern-Kollege James das Kontrastprogramm. Mit strahlenden Augen und einem Dauerlächeln auf den Lippen lobte der Matchwinner, der zwei Tore genial vorbereitet hatte, seine Mitspieler in den höchsten Tönen. "Wenn man gute Spieler hat, ist es einfacher", sagte der Torschützenkönig der WM 2014: "Es ist immer besser, so viele Talente neben sich zu wissen."

Mit dem vielseitigen Juventus-Routinier Juan Cuadrado (30) hatte James schon vor vier Jahren in Brasilien kongenial zusammengespielt. Jetzt beteiligte sich auch noch Juan Quintero (25), vom FC Porto an River Plate Buenos Aires ausgeliehen, an dem munteren Wechsel- und Kombinationsspiel hinter dem Rekordtorschützen Radamel Falcao (32).

Kolumbien-Trainer warnt vor Senegal

Falcao war nach seinem ersten WM-Tor im fortgeschrittenen Alter überglücklich. "Davon habe ich als kleiner Junge geträumt", sagte er. Trainer Jose Pekerman nannte den Premierentreffer "eine der größten Freuden des Abends. Falcao ist ein Symbol des kolumbianischen Fußballs."

Doch bei aller Freude warnte Pekerman: "Wir müssen uns steigern, wenn wir weiterkommen wollen." Im Gruppenfinale am Donnerstag (16 Uhr, im Liveticker bei t-online.de) gegen Senegal ist ein Sieg notwendig, um sicher ins Achtelfinale einzuziehen.

Lewandowski: "Fühle Bitterkeit, Wut, Ohnmacht"

Darüber muss sich Lewandowski keine Gedanken mehr machen. Gegen Japan geht es nur noch um die Ehre. "Es sind harte Zeiten für uns", meinte der verhinderte Torjäger, "ich fühle Bitterkeit, Wut und Ohnmacht."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid


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