Sie sind hier: Home > Sport > Fußball > Nationalmannschaft Deutschland >

Skandal um DFB: Wurden 370.000 Euro für eine Sitzung ausgegeben?

Gemeinnützigkeit gefährdet  

Bericht: Gab der DFB 370.000 Euro für eine Sitzung aus?

08.02.2019, 16:44 Uhr | dpa

Skandal um DFB: Wurden 370.000 Euro für eine Sitzung ausgegeben?. DFB-Bosse unter sich: Ex-Präsident Wolfgang Niersbach (l.) mit seinem Nachfolger Reinhard Grindel, damals noch Schatzmeister, im Jahr 2016. (Quelle: imago images/Schüler)

DFB-Bosse unter sich: Ex-Präsident Wolfgang Niersbach (l.) mit seinem Nachfolger Reinhard Grindel, damals noch Schatzmeister, im Jahr 2016. (Quelle: Schüler/imago images)

In einem geheimen Bericht heißt es, dass der Fußball-Bund Sitzungen für hohe Summen ins Ausland verlegt und Feiern von Funktionären finanziell unterstützt hat. Der DFB weist die Kritik daran zurück. 

Mit der Finanzierung von Fernreisen seiner Funktionäre und Zuschüssen zu privaten Feiern soll der Deutsche Fußball-Bund über Jahre hinweg seine Gemeinnützigkeit gefährdet haben. Dies gehe aus einem internen Dokument des früheren DFB-Finanzdirektors Ulrich Bergmoser hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Der DFB wies dies am Freitag zurück.

Laut "Spiegel" habe der Verband für eine während der WM 2014 in Brasilien vor Ort abgehaltene Präsidiumssitzung 370.848 Euro ausgegeben, obwohl DFB-Steuerberater Hanno Schmitz-Hüser schon 2008 vor einer "erheblichen Gefährdung der Gemeinnützigkeit des DFB" durch Funktionärs-Reisen gewarnt hatte.

DFB weist Vorwürfe zurück

Der Verband betonte in einer Stellungnahme, dass "die internationale Vertretung, die Organisation eines inhaltlichen Austauschs mit Vertretern anderer internationaler Fußballverbände und das intensive soziale und gesellschaftspolitische Engagement" zu den satzungsgemäßen Aufgaben des Präsidiums gehören würden. Die herrschende Praxis sei bereits früher eng durch die internen Steuerfachleute sowie die externen Steuerberater begleitet worden.

Bergmoser monierte zudem finanzielle Beihilfen des Verbandes zu Privatfeiern. Einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO zufolge, sponserte der DFB im Jahr 2015 den 90. Geburtstag seines Ehrenpräsidenten Egidius Braun mit 20.000 Euro. Zwei Jahre zuvor beteiligte er sich mit 13.000 Euro an einer Feier des Westdeutschen Fußballverbandes zum 70. Geburtstag dessen Präsidenten Hermann Korfmacher. Laut DFB sei kein Geld an Privatpersonen geflossen. Es handele sich vielmehr um Zuschüsse für offizielle Empfänge.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal