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Positive Zwischenbilanz: Schiedsrichter-Chef will mehr Transparenz beim Videobeweis

Positive Zwischenbilanz  

Schiedsrichter-Chef will mehr Transparenz beim Videobeweis

21.01.2020, 14:37 Uhr | dpa

Positive Zwischenbilanz: Schiedsrichter-Chef will mehr Transparenz beim Videobeweis. DFB-Schiedsrichter-Obmann Lutz Michael Fröhlich spricht während einer Pressekonferenz.

DFB-Schiedsrichter-Obmann Lutz Michael Fröhlich spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild. (Quelle: dpa)

Dortmund (dpa) - Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat trotz der anhaltenden Kritik am Videobeweis eine positive Zwischenbilanz gezogen.

So seien in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga bisher 53 Fehlentscheidungen verhindert worden. Verbesserungswürdig sei die Dauer der Unterbrechung von durchschnittlich 79 Sekunden und die hohe Zahl der Interventionen vor allem in der 2. Liga (10), ohne dass die finale Entscheidung falsch war. "Natürlich wollen wir diese Zahlen drücken. Aber alle erwarten, dass gewissenhaft überprüft wird", sagte Fröhlich bei einem Termin im Dortmunder Fußball-Museum.

Zudem sprach er sich für mehr Transparenz bei dem Thema aus. Vor allem die Stadionbesucher sollen seiner Meinung nach besser und schneller über die Gründe für eine Videoüberprüfung informiert werden. So könnte eine zeitnahe Übertragung der strittigen Szene auf der Stadionleinwand helfen. "Man würde viel Druck rausnehmen, weil die Zuschauer mitgenommen werden", sagte Fröhlich, verwies aber auf rechtliche und technische Probleme bei der Umsetzung dieser Idee.

Darüber hinaus könnte der Schiedsrichter die Zuschauer via Mikrofon über die Gründe seines Vorgehens informieren. Dafür hatte sich Referee Manuel Gräfe in einem "Kicker"-Interview ausgesprochen. Fröhlich hält dieses Vorgehen zwar für praktikabel, aber auch für schwierig: "Der Schiedsrichter muss nicht nur intern kommunizieren, sondern auch in die Rolle eines Moderators schlüpfen. Das ist eine große Herausforderung."

Auf Kritik von Gräfe, dass bei der Nominierung von Schiedsrichtern das Kriterium Leistung zu wenig berücksichtigt werde, reagierte Fröhlich diplomatisch: "Ich weiß nicht, wie Manuel das Leistungsprinzip für sich definiert. Ich kann nur sagen, dass wir mit der derzeitigen Situation durchaus zufrieden sind, aber durchaus Verbesserungspotenzial sehen."

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