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Unruhe in Liverpool: Jürgen Klopps Dilemma wird immer größer

Unruhe in Liverpool  

Klopps Dilemma wird immer größer

23.02.2021, 12:28 Uhr | t-online, BZU

Unruhe in Liverpool: Jürgen Klopps Dilemma wird immer größer. Jürgen Klopp: Der Liverpool-Trainer hat es aktuell nicht leicht. (Quelle: imago images/PA Images)

Jürgen Klopp: Der Liverpool-Trainer hat es aktuell nicht leicht. (Quelle: PA Images/imago images)

Der Sieg gegen Leipzig in der Champions League brachte nur kurz Erleichterung für Liverpool. Am Wochenende in der Liga setzte es die nächste Niederlage. Dazu gab es für Trainer Jürgen Klopp eine neue Hiobsbotschaft aus dem Team.

Es ist eine missliche Lage mit Ansage für den FC Liverpool. Vor den vielen Partien in enger Taktung in der Corona-Zeit hatten Spieler und Trainer der ganzen Premier League gewarnt. Gebracht haben die Warnungen wenig, denn es ist beim engen Spielplan geblieben. Die Folge: Viele Verletzungen aufgrund der hohen Belastung, für einige Spieler bedeutete es das Saisonaus.

Auch beim FC Liverpool wird das Dilemma von Trainer Jürgen Klopp immer größer. Es ist ein Teufelskreis, in dem sich der 53-Jährige befindet. Denn so gerne er rotieren würde, um Leistungsträgern eine Pause zu geben, er kann es aktuell kaum. Zu viele seiner Akteure fehlen, sodass sich in manchen Mannschaftsteilen das Team praktisch selbst aufstellt.

Sechser im Abwehrzentrum

Die größte Not herrscht zweifelsfrei in der Abwehr. Mit Virgil van Dijk (Kreuzband), Joe Gomez (Patellasehne) und Joel Matip (Knöchel) fehlen die drei besten Innenverteidiger wohl die komplette Saison. Einzig bei Gomez gibt es die leise Hoffnung, dass er die letzten ein bis zwei Spiele mitmachen könnte. Ein wirklicher Faktor wird er aber nicht sein.

Aus diesem Grund setzte Trainer Jürgen Klopp in den vergangenen Wochen im Abwehrzentrum oft auf Fabinho und Jordan Henderson, die eigentlich Sechser sind. Doch Fabinho hat immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen, fehlte deshalb auch gegen Leipzig und Everton. Und Jordan Henderson sorgte in besagtem Spiel gegen Everton für die nächste Hiobsbotschaft.

Für Jordan Henderson (am Boden) ging es gegen den FC Everton nicht weiter. (Quelle: imago images/PA Images)Für Jordan Henderson (am Boden) ging es gegen den FC Everton nicht weiter. (Quelle: PA Images/imago images)

Der Kapitän der "Reds" verletzte sich im Leistenbereich, musste nach 30 Minuten ausgewechselt werden. Trainer Jürgen Klopp sagte nach der Partie, es sehe "nicht gut" aus. "Niemand im medizinischen Bereich konnte etwas Positives sagen", ergänzte er. Eine mehrwöchige Pause wird erwartet, die bis Ende März dauern kann, meldet die "Daily Mail".

Die verbliebenen Optionen

In Henderson verliert Klopp nicht nur einen seiner Aushilfsverteidiger, er verliert auch den Anführer des Teams. Ersatzkapitän Virgil van Dijk fehlt ohnehin und James Milner ist aktuell ebenfalls verletzt.

Wenn Fabinho verletzt bleibt, fehlen Klopp seine ersten fünf Optionen für die Innenverteidigung. Zur Verfügung stehen ihm Ozan Kabak, der nach verkorkster Hinrunde mit Schalke 04 und einem durchwachsenen Start in Liverpool nicht vor Selbstvertrauen strotzt, Ben Davies, der das erste Halbjahr in der 2. englischen Liga spielte sowie die Eigengewächse Nathaniel Phillips und Rhys Williams, die spielerisch limitiert sind. 

Ozan Kabak (l.) spielt beim FC Liverpool direkt eine große Rolle. (Quelle: imago images/PA Images)Ozan Kabak (l.) spielt beim FC Liverpool direkt eine große Rolle. (Quelle: PA Images/imago images)

Es ist ein Dilemma, aus dem sich Jürgen Klopp nicht so leicht befreien kann. Denn die Offensive sucht aktuell auch nach der Form und kann nicht für den nötigen Ausgleich sorgen. In den letzten zehn Ligaspielen schoss Liverpool lediglich neun Tore. Zu wenig für die Ambitionen des Teams. Der Posten von Jürgen Klopp steht nach den Erfolgen der letzten Jahre noch nicht zur Debatte. Er soll die Wende schaffen, darauf hofft ganz Liverpool. 

Und es gibt auch Grund dafür, positiv aufs Wochenende zu blicken. Der nächste Gegner ist Sheffield United, das Schlusslicht der Premier League. Und gegen den schwächsten Sturm der Liga (15 Tore) könnte selbst die unsichere Liverpool-Abwehr bestehen.

Verwendete Quellen:

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