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Nach "Hetzjagd": ZDF-Experte Peter Hyballa tritt als Trainer zurück

ZDF-Experte spricht von "Hetzjagd"  

Peter Hyballa nicht mehr Trainer beim dänischen Klub Esbjerg

11.08.2021, 14:04 Uhr | dpa

Nach "Hetzjagd": ZDF-Experte Peter Hyballa tritt als Trainer zurück. Peter Hyballa: Der ZDF-Experte ist als Trainer des dänischen Zweitligisten Esbjerg zurückgetreten. (Quelle: imago images/Ritzau Scanpix)

Peter Hyballa: Der ZDF-Experte ist als Trainer des dänischen Zweitligisten Esbjerg zurückgetreten. (Quelle: Ritzau Scanpix/imago images)

Peter Hyballa ist als Trainer des dänischen Zweitligisten Esbjerg zurückgetreten. Der ZDF-Experte reagiert damit auf eine Spielerrevolte, die er selbst als "Rufmord" bezeichnet.

Peter Hyballa ist nicht mehr Coach des dänischen Zweitligisten Esbjerg FB. "Ich bin zurückgetreten", sagte der 45-Jährige am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Grund seien Verleumdungen und eine Hetzjagd von Boulevardmedien und der einflussreichen Spielergewerkschaft. Auch seine Familie sei betroffen gewesen, sagte Hyballa. "Das kann ich nicht akzeptieren." Der Coach, der erst zur neuen Saison beim Absteiger übernommen hatte und in Deutschland unter anderem Alemannia Aachen trainiert hatte, sagte, er verzichte auf eine Abfindung.

Spieler werfen Hyballa Mobbing und Drohungen vor

Hintergrund ist ein Streit mit Teilen der Mannschaft. Vor gut einem Monat hatten 21 Spieler in einem offenen Brief Hyballa vorgeworfen, nicht die fachlichen und menschlichen Qualitäten zu haben, um die Mannschaft zu führen. Seine harten Trainingsmethoden hätten zu Verletzungen geführt. Zudem hätten sie tägliche Drohungen über Entlassungen, Spott, sexistische und erniedrigende Bemerkungen sowie reguläres Mobbing erlebt, was weit über die ohnehin weiten Grenzen der Fußballwelt hinausgehe.

Hyballa, der während der Europameisterschaft als ZDF-Taktikexperte auftrat, weist die Vorwürfe zurück. "Das ist Rufmord, dagegen wehre ich mich", sagte er. Es habe "zwei, drei Rädelsführer" gegeben, die Stimmung gegen ihn gemacht und andere Spieler unter Druck gesetzt hätten.

Die US-Investoren, die den Verein Anfang des Jahres erworben hatten, seien auf seiner Seite. Auch mit Ex-Bundesligaprofi Rafael van der Vaart, der am Dienstag auch auf sein Betreiben als neuer Co-Trainer vorgestellt wurde, verbinde ihn ein freundschaftliches Verhältnis.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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