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Oliver Bierhoff verlässt DFB nach WM-Debakel: "Gehe nicht ohne Selbstkritik"


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"Ich gehe nicht ohne die nötige Selbstkritik"

Von t-online
Aktualisiert am 06.12.2022Lesedauer: 2 Min.
"Endlich hat er es begriffen": Das sagt t-online Reporter Noah Platschko zum Bierhoff-Aus. (Quelle: t-online)
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Nach 18 Jahren ist Schluss. Oliver Bierhoff und der DFB gehen getrennte Wege. Zu seinem Abschied meldete sich der 54-Jährige noch einmal ausführlich zu Wort.

Oliver Bierhoff verlässt den DFB. Diese Nachricht teilte der Verband am Montagabend mit. Der Vertrag des Nationalmannschaftsdirektors wurde einvernehmlich aufgelöst. In der Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes meldete sich Bierhoff selbst noch einmal zu Wort.

Das Statement im Wortlaut

"Nach 18 Jahren in verantwortlichen Positionen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) habe ich mit sofortiger Wirkung meine Tätigkeit als Geschäftsführer Nationalmannschaften & Akademie beendet. Darauf habe ich mich heute mit Präsident Bernd Neuendorf verständigt. Ich mache damit den Weg frei für neue Weichenstellungen.

Es war eine intensive, spannende und lehrreiche Zeit, in der wir gemeinsam große Erfolge feiern konnten, Rückschläge verarbeiten mussten und außergewöhnliche Projekte umsetzen durften. Meine Aufgabe war vom ersten bis zum letzten Tag Teamwork. Ich danke all den Menschen von Herzen, die mir in dieser Zeit mit ihrem Einsatz, ihren Ideen und ihrer Leidenschaft zur Seite gestanden haben. Ich bin stolz auf das, was ich gemeinsam mit meinen Mitarbeitern, unseren Nationaltrainerinnen und Nationaltrainern und den Betreuerstäben geleistet habe. Solche Teams um sich zu haben, war ein Privileg.

Mein Wirken war stets getrieben von der Überzeugung, mein Bestes für den DFB und die Nationalmannschaften zu geben. Umso mehr schmerzt mich das Abschneiden der Männer-Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Russland und Katar. Ich gehe deshalb auch nicht ohne die nötige Selbstkritik. In den vergangenen vier Jahren haben wir es nicht geschafft, an frühere Erfolge anzuknüpfen und den Fans wieder Grund zum Jubeln zu geben. Einige Entscheidungen, von denen wir überzeugt waren, haben sich nicht als die richtigen erwiesen. Das bedauert niemand mehr als ich. Dafür übernehme ich die Verantwortung.

Oliver Bierhoff (r.) nach dem WM-Aus 2018 neben dem damaligen Bundestrainer Joachim Löw.
Oliver Bierhoff (r.) nach dem WM-Aus 2018 neben dem damaligen Bundestrainer Joachim Löw. (Quelle: Frank Hoermann/SVEN SIMON)

Voller Stolz blicke ich auf die Fortschritte und die Arbeit der DFB-Akademie. Ich bin überzeugt davon, dass sie einen maßgebenden Beitrag zur Entwicklung des deutschen Fußballs leisten wird. Dass ich dieses ehrgeizige Großprojekt von der Idee bis zur Realisierung über Jahrzehnte hinweg unter hohem persönlichem Einsatz begleiten durfte, war eine einzigartige Erfahrung. Dass nun unsere Nationalmannschaften auf dem neuen DFB-Campus eine Heimat gefunden haben, macht mich glücklich.

Ich wünsche dem DFB, seinen vielen engagierten Mitarbeitern, allen unter seinem Dach versammelten Verbänden und Klubs, Einrichtungen und Initiativen sowie unseren Nationalmannschaften viel Erfolg bei ihren wichtigen Aufgaben. Ich wünsche mir, dass die Fußballfans unsere Teams – ob Frauen, Männer oder Junioren – auch in Zukunft voller Leidenschaft unterstützen. Das gilt insbesondere für unsere Männer-Nationalmannschaft bei der Heim-Europameisterschaft 2024, bei der wir zehn Jahre nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien wieder erfolgreich sein können.

Der Fußball hat mein Leben geprägt und wird mich weiter begleiten. Es war mir eine große Ehre, so lange für den deutschen Fußball gearbeitet zu haben."

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung des DFB
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