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DFB: Neuer Ärger für Präsident Bernd Neuendorf – "Affront"


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"Affront" – Neuer Ärger für den DFB

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 02.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Bernd Neuendorf: Der DFB-Präsident hat sich bei einigen Bundestagspolitikern unbeliebt gemacht.
Bernd Neuendorf: Der DFB-Präsident hat sich bei einigen Bundestagspolitikern unbeliebt gemacht. (Quelle: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik)
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Der DFB arbeitet die WM und ihre Folgen bereits seit Wochen intern auf. Die Fragen des Sportausschusses will der Präsident aber noch nicht beantworten.

Ein Spitzenvertreter des Sportausschusses des Bundestags hat scharfe Kritik am DFB geäußert, weil Präsident Bernd Neuendorf dem Gremium erst im März für eine Analyse zur Verfügung steht. Dies sei ein "Affront gegenüber dem gesamten Ausschuss", sagte der CDU-Obmann im Sportausschuss, Fritz Güntzler, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

"Ich verstehe nicht, dass der DFB-Präsident nicht dem erneuten Wunsch aller Fraktionen entspricht und zeitnah nach der Fußball-WM in den Sportausschuss kommt. Nach dieser verkorksten WM gibt es viel zu bereden. Da erwarte ich schon mehr Offenheit und Transparenz beim DFB. So war der neue DFB-Präsident doch auch angetreten. Darum sollte er seine Ablehnung noch einmal dringend überdenken", sagte Güntzler.

Fritz Güntzler ist seit 2013 Mitglied im Sportausschuss.
Fritz Güntzler ist seit 2013 Mitglied im Sportausschuss. (Quelle: IMAGO/Sebastian Gabsch)

Güntzler widerspricht dem DFB

Der Sportausschuss-Vorsitzende Frank Ullrich hatte in einem Brief an Neuendorf auf dessen Besuch in Berlin zu Beginn des Jahres gedrängt und drei Termine im Januar und Februar vorgeschlagen. "Es hätte sich jeder gewünscht, dass es früher passiert", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Aber er müsse "respektieren und auch akzeptieren", dass der DFB-Chef um mehr Zeit gebeten habe.

Als ehemaliger Trainer wisse er, wie schwierig eine solche Situation ist. Nach der enttäuschenden WM sei der DFB in einer schwierigen und komplexen Situation, sagte Ullrich. "Man sollte den Leuten die Zeit und die Möglichkeit geben, sich gründlich Gedanken zu machen", bekräftigte der 64-Jährige.

Der DFB verwies auf dpa-Anfrage darauf, dass ein Bericht zu den Gründen für das frühe WM-Scheitern der Nationalmannschaft in Katar erst Sinn ergebe, wenn erste Ergebnisse des im Dezember gestarteten Aufarbeitungsprozesses vorlägen. Dies hatte der Verband zuvor auch dem Sportausschuss mitgeteilt.

Güntzler will das jedoch nicht gelten lassen. "Die Begründung scheint mir doch sehr konstruiert", sagte er dem RND. "Erste Analysen und Entscheidungen sind beim DFB ja bereits durchgeführt und getroffen worden."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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