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Choupo-Moting: Sollte der FC Bayern in den nächsten Jahren auf ihn setzen?


Fahrlässig und unprofessionell


07.11.2022Lesedauer: 1 Min.
Interview
Was ist ein Pro & Kontra?

Die subjektive Sicht zweier Autoren auf ein Thema. Niemand muss diese Meinungen übernehmen, aber sie können zum Nachdenken anregen.

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Choupo-Moting: Steht der Bayern-Star kurz vor seinem Karriereende oder startet er jetzt erst richtig durch? (Quelle: t-online)

Er ist in der Form seines Lebens – und trotzdem bald weg? Noch immer hat Choupo-Moting keinen neuen Bayern-Vertrag.

So treffsicher war Eric Maxim Choupo-Moting in seiner ganzen Karriere noch nicht. In 14 Pflichtspielen für den FC Bayern gelangen dem Kameruner zehn Treffer. Allein in den vergangenen sieben Spielen traf er neunmal. Mitspieler, Trainer und Fans schwärmen von den Fähigkeiten des Angreifers, der derzeit die Lücke beim Rekordmeister im Sturmzentrum überraschend gut ausfüllt.

Unklar ist allerdings, wie lange er das tun wird. Der Vertrag von Choupo-Moting läuft nach dieser Saison aus, Gespräche über eine Verlängerung gab es bislang nicht.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic erklärte bei Sky90 lediglich: "Wir werden auf jeden Fall sprechen. Er gibt uns etwas als Neuner. Wir würden ihn gerne halten." Er habe einen guten Draht zum Berater des Angreifers, verspüre allerdings auch keinen Druck. Spielt Choupo-Moting also zunächst weiterhin auf Bewährung? Hat er das Zeug dazu, auch in der kommenden Saison die notwendigen Bayern-Tore zu schießen? Oder schielt er sogar auf ein Engagement beim angeblich interessierten Premier-League-Klub Manchester United?

Die entscheidende Frage: Sollte der FC Bayern im Sturmzentrum in den nächsten zwei Jahren auf Choupo-Moting setzen?

Pro
Robert HiersemannBereichsleiter Entwicklung

Ja, denn er ist der perfekte Mannschaftsstürmer

Eric Maxim Choupo-Moting zeigt doch gerade, wie gut er eigentlich ist. Er hat in dieser Saison in 14 Spielen zehnmal getroffen, zuletzt in sieben Partien infolge – und das sogar in bester Gerd Müller-Wühler-Manier per Knie.

Außerdem ist er eine kostengünstige Variante. Laut Sky gehört er bei Bayern zu den Geringverdienern, der 33-Jährige liegt angeblich bei ungefähr drei Millionen Euro pro Saison. Zum Vergleich: Vorgänger Robert Lewandowski verdiente cirka 22 Millionen in München. Natürlich müsste Bayern bei einer Vertragsverlängerung wohl ein paar Milliönchen drauflegen, aber jeder neue Topstürmer wäre deutlich teurer - und außerdem käme dann ja noch eine fette Ablöse oder ein Handgeld obendrauf.

Und Choupo-Moting ist ein überragender Typ mit viel Witz und Charme. Er ist nicht nur bei den Fans, sondern auch den Mitspielern sehr beliebt – und das ist viel wert. Kein Neid, kein Zoff, keine Skandale. Anders als viele Stürmer ist er extrem mannschaftsdienlich und schafft auch Räume für seine offensiven Teamkollegen. Er hat überhaupt kein Problem damit Leroy Sané, Serge Gnabry und Co. zu bedienen, freut sich über die Vorlage genauso wie über einen eigenen Treffer. Choupo-Moting ist der Inbegriff des perfekten Mannschaftsstürmers. Er ist die ideale Lösung für die anfänglichen Bayern-Offensivprobleme in dieser Saison.

Kontra
Florian WichertStellvertretender Chefredakteur

Nein, Choupo-Moting hat einen Lauf, aber keine internationale Klasse

Zehn Tore in 14 Pflichtspielen – bei Bayern spielt derzeit der beste Choupo-Moting, den es je gab. Aber: es handelt sich immer noch um Choupo-Moting. Einen stark limitierten Ergänzungsspieler, der sich nun auch noch mit fast 34 Jahren auf der Zielgeraden seiner Karriere befindet.

Mit ihm langfristig und fest zu planen wäre fahrlässig und unprofessionell.

So erfreulich es ist, dass Choupo-Moting einen Lauf hat – mit seinem Vorgänger Robert Lewandowski hat er nur eines gemein: sein hohes Alter.

In 15 Jahren seiner Profikarriere hat Choupo-Moting noch nie mehr als elf Pflichtspieltore in einer Saison geschossen. Er spielte bei Stoke, Schalke, Mainz, Nürnberg und beim HSV – unumstritten war er nirgendwo, erst recht nicht bei PSG. In seiner gesamten Karriere hat er zehn Tore in der Champions League geschossen – den meisten Stars auf diesem Niveau gelingt das in einer Saison.

Will der FC Bayern mit einer echten Nummer neun spielen, braucht er Harry Kane, Marcus Thuram oder einen vergleichbaren Topstürmer. Und selbst als Backup sollte er mittelfristig lieber auf Toptalent Mathys Tel setzen und dessen Weg nicht verbauen. Die Devise sollte also lauten: gern die Tore von Choupo-Moting in dieser Saison mitnehmen, dann aber den Vertrag auslaufen lassen. Vielleicht kann der Kameruner eine Etage tiefer bei Dortmund oder Leverkusen noch zwei Jahre mitspielen.

Wer hat recht?

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