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Mit Kindern in die Fussball-Arena – Tipps für den Besuch im Fußballstadion

Mit Kindern in das Fußballstadion

25.11.2011, 11:11 Uhr | Nadja Kaufmann, t-online.de

Mit Kindern in die Fussball-Arena – Tipps für den Besuch im Fußballstadion. Ein Highlight für kleine Fußballfans: ein Besuch im Stadion.  (Quelle: imago images)

Ein Highlight für kleine Fußballfans: ein Besuch im Stadion. (Quelle: imago images)

Moritz ist großer Mainz 05-Fan. Am liebsten möchte der Achtjährige jedes Wochenende seinen Lieblingsverein in der neuen Coface-Arena sehen. Doch Moritz’ Eltern haben Bedenken. Viel zu häufig taucht in letzter Zeit in Zusammenhang mit Fußball das Thema Gewalt auf, wie kürzlich, als es beim Spiel Eintracht Frankfurt - 1.FC Kaiserslautern heftig krachte. Doch wie erleben Kinder den Besuch im Stadion? Können sie die schöne Atmosphäre einer großen Arena genießen und mit ihrer Mannschaft fiebern oder ist das Gedränge zu groß, die Sprüche zu derb und die Fans zu gewaltbereit? Ein Stadionbesuch mit Kindern sollte gut und mit reichlich Zeit geplant werden, dann wird er zu einem tollen Erlebnis für Eltern und Kinder. Hier finden Sie die zehn wichtigsten Tipps.

Wie reagieren Kinder auf Fangesänge und derbe Sprüche?

Jeder, der schon einmal in einem Bundesligastadion war, kennt die Organisation rund um den Spielbesuch. Schon bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Gedränge groß. Wer mit dem Auto fährt, hat meist noch weite Fußwege oder muss sogar noch in den Bus umsteigen. Vor den Stadien wird nicht selten Alkohol getrunken, laute Fangesänge werden angestimmt und beim Einlass werden die Besucher gründlich untersucht und abgetastet. Auf den Tribünen wird viel geraucht und die "Fußballfachgespräche" in einer oft derben Sprache geführt. Für Kinder ist das schon eine ungewohnte Situation, die befremdlich wirken kann.

Anstößige Banner und bengalische Feuer in den Fanblöcken können schon Erwachsenen Angst einflößen, Kindern jedoch ganz bestimmt. Darauf sollte der Nachwuchs vor dem Stadionbesuch vorbereitet sein. "Die Leute können bei einem Spiel sehr emotional reagieren, da kommen auch mal Schmährufe vor“, beschreibt Silke Bannick von der Mainz 05-Pressestelle die Situation auf den Rängen. Ganz vermeiden lasse es sich nicht, dass Kinder auch Schimpfwörter zu hören bekommen.

"Es wird alles aufgebauscht"

In den Gästeblocks und auf den Stehplätzen geht es meist hoch her. Dort werden zudem Banner mit teilweise beleidigendem Inhalt gehisst. Doch sind diese Ränge - etwa die Westkurve des Fritz-Walter-Stadions - gefährlich? Die Pressestelle des 1.FC Kaiserslautern widerspricht vehement: "Es ist Quatsch, die Stehtribüne oder den Fanblock zu meiden, es wird alles aufgebauscht", so die Meinung vom Betzenberg. Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt im Stadion herumlaufen, dann passiere auch nichts. Der Fanbeauftragte des FCK, Christoph Schneller, fügt noch hinzu: "In einigen Berichten aus den letzten Wochen wird ein völlig falsches Bild von den Zuständen in und um die Bundesligastadien dargestellt."

Vereine: Kinder sind willkommen

Die Vereine sind sich trotzdem einig: Familien mit Kindern müssen im Stadion keine Angst haben. Bengalische Feuer und gewaltbereite Fans gibt es beim Rekordmeister FC Bayern München nicht, verspricht der Pressesprecher des FC Bayern München, Markus Hörwick. "Es gibt keine Ausschreitungen“, erklärt Hörwick. Dies resultiere aus der guten Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsdiensten. "In München sind Kinder im Stadion jederzeit herzlich willkommen“, so der Bayern-Pressesprecher weiter. "Sie gehen nach dem Spiel sogar glücklicher nach Hause, weil wir so oft gewinnen."

Moritz liebt es, wenn vor Spielbeginn die Menge "You never walk alone“ anstimmt und beginnt das Match, ist er voll konzentriert dabei. Aber Moritz hat Glück, denn sein Vater hat eine Sitzplatzkarte gekauft. So hat der Achtjährige freien Blick auf den Rasen und kann sich auch mal anlehnen, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt. In der Pause genießt er zudem seine Bratwurst und nach dem Spiel bleibt er mit seinem Vater noch sitzen, bis die Spieler ihre Ehrenrunde gedreht und sich die Ränge geleert haben. 

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