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Bundesliga: Ex-Biathlon-Star Laura Dahlmeier kritisiert Neustart scharf


Ex-Biathlon-Star zu Bundesliga-Neustart  

Dahlmeier: "Ist das pervers oder einfach typisch Fußball?"

09.05.2020, 15:14 Uhr | dpa

Bundesliga: Ex-Biathlon-Star Laura Dahlmeier kritisiert Neustart scharf. Laura Dahlmeier: Die siebenfache Biathlon-Weltmeisterin kritisiert den Neustart der Bundesliga scharf. (Quelle: imago images/Martin Hoffmann)

Laura Dahlmeier: Die siebenfache Biathlon-Weltmeisterin kritisiert den Neustart der Bundesliga scharf. (Quelle: Martin Hoffmann/imago images)

Am 16. Mai rollt der Ball wieder zum Bundesliga-Neustart. Doch für viele ist dieser genehmigte Sonderweg das falsche Signal  – nicht nur Ex-Biathlon-Star Dahlmeier kritisiert das Vorgehen scharf.

Die ehemalige Weltklasse-Biathletin Laura Dahlmeier hätte sich einen etwas späteren Neustart der Bundesliga gewünscht. "Ob das jetzt pervers oder einfach typisch Fußball ist, ist schwer zu beurteilen", sagte die siebenmalige Weltmeisterin der Deutschen Presse-Agentur zum Wiederbeginn der 1. und 2. Bundesliga ab 16. Mai.

Aber der Fußball habe schon immer eine Sonderrolle gehabt. "Fußball steht über allem. Aus meiner Sicht wäre es gut, wenn man noch ein bisschen warten würde, es muss ja jetzt nicht sofort wieder gespielt werden", meinte die Doppel-Olympiasiegerin.

Für Dahlmeier schwer nachvollziehbar 

Dahlmeier, die vor einem Jahr ihre Erfolgskarriere beendet hatte, findet es wichtig, "dass nicht nur die Bundesliga spielt, sondern dass es dann wirklich auch bis in den Nachwuchs rein reicht". Denn es sei schwer zu argumentieren, "wenn kleine Jungs nicht kicken dürfen, aber im Fernsehen kann man wieder Bundesliga anschauen, das steht nicht in Relation".

"Fatale Wirkung" 

Auch nach Ansicht des langjährigen Ethikrats-Vorsitzenden Peter Dabrock ist dieses Signal eine Gefahr für die Solidarität in der Gesellschaft.

"Das Konzept ist von vorne bis hinten nicht durchdacht und wird eine fatale Wirkung auf das gesamte Einhalten der Einschränkungen haben", sagte der Theologie-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Interview der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Fahrplan der Deutschen Fußball Liga.

"Wenn das Mantra lautet: kein Kontakt, Abstand, Hygiene, Schutz, aber man dann ausgerechnet eine Sportart zulässt, in der all das von Anfang an und notorisch nicht eingehalten werden kann, hat das natürlich Auswirkungen darauf, ob sich die Menschen fragen: Warum muss ich mich in meinem Bereich an solche Einschränkungen halten?", erläuterte Dabrock.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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