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DEB-Team trotzt Corona-Bedenken - Erneute Medaille das Ziel

Von dpa
Aktualisiert am 25.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Spielt in München nur eine durchwachsene Saison: Danny aus den Birken.
Spielt in München nur eine durchwachsene Saison: Danny aus den Birken. (Quelle: Tobias Hase/dpa./dpa)
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München (dpa) - Zehn Silbermedaillengewinner von 2018 und 19 WM-Halbfinalisten von 2021 sollen bei den Winterspielen in Peking ein neues Eishockey-Märchen schreiben.

Bei der Verkündung des Olympia-Kaders wollten Bundestrainer Toni Söderholm und Sportdirektor Christian Künast von Corona-Sorgen nichts wissen und wiederholten die hohen Ambitionen des Olympia-Zweiten von Pyeongchang. "Wir wollen Erfolg. Die Jungs sind bereit für den nächsten Schritt, um etwas Großes zu erreichen", sagte Söderholm. "Die Hoffnung und das Ziel ist sicherlich, dass wir unter die Top vier kommen und um Medaillen kämpfen", sagte der 43 Jahre alte Finne weiter. "Aber der Weg ist noch weit."

Wie weit, das verdeutlichte der x-te aktuelle Corona-Ausbruch in der Deutschen Eishockey Liga am Montag, ausgerechnet beim Top-Team Adler Mannheim. Die Adler stellen in Torhüter Felix Brückmann, Verteidiger Korbinian Holzer und den Angreifern Lean Bergmann, Nicolas Krämmer, Matthias Plachta und David Wolf sechs und damit die meisten Olympia-Fahrer im deutschen Aufgebot. Die Adler machten 14 positive Fälle öffentlich, darunter sind nach Informationen des "Mannheimer Morgen" auch Spieler, die im 25 Mann starken Olympia-Kader stehen.

Zwei überraschende Rückkehrer

"Wir werden keine Namen kommentieren", sagte DEB-Sportdirektor Künast, räumte aber ein: "Es kann schon sein, dass erst mal nur 22 nach China fliegen und drei kommen nach." Am 2. Februar will Söderholm nach Peking fliegen und sein Team vorab vom kommenden Montag an ausgerechnet in Mannheim auf die besonderen Bedingungen in China und die Corona-Herausforderungen vorbereiten. Bis zum Wochenende müssen die Nationalspieler in der DEL noch spielen - sofern die Spiele ihrer Teams überhaupt stattfinden.

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Die Spielervereinigung SVE forderte am Dienstag daher vor allem aus Rücksicht auf die Interessen der Olympia-Fahrer einen Spielstopp in der DEL, was diese umgehend zurückwies. Ein Spielstopp sei "logistisch und rechtlich nicht möglich", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Künast befand zwar, dass ein Spielstopp nützlich für den DEB wäre, indes ist dem 50 Jahre alten Ex-Nationaltorhüter nicht bange, dass es dem Eishockey-Team so ergehen könnte wie den von insgesamt 15 Corona-Fällen gebeutelten deutschen Handballern zuletzt bei der EM. "Das habe ich natürlich verfolgt und tut mir sehr leid für die Handballer", sagte Künast. "Wir als DEB sind aber sehr gut aufgestellt und gut vorbereitet."

Im Kader setzt Söderholm, sofern er nicht noch zu Nachnominierungen gezwungen wird, auf Routine und zwei überraschende Rückkehrer. Trotz seiner bislang schwachen Saison beim EHC Red Bull München ist in Peking auch Danny aus den Birken, Silbertorhüter von 2018, wieder mit dabei. Indes dürfte der 36-Jährige nach Mathias Niederberger vom Meister Eisbären Berlin und Brückmann von den Adlern diesmal nur die Nummer drei sein. "Alle drei haben viel internationale Erfahrung und haben schon Titel gewonnen", begründete Söderholm und verwies im Vergleich zu den Münchnern auf ein anderes taktisches System des Nationalteams, das den Torhütern zugute käme.

Kritik an der Torwart-Auswahl kam von den Grizzlys Wolfsburg. Ihr Torwart Dustin Strahlmeier galt als aussichtsreicher Kandidat. "Strahlie spielt seit einem Jahr sehr stark, war ein Garant für den Gewinn des Deutschland Cups", sagte Grizzlys-Manager Karl-Heinz Fliegauf dem "Sportbuzzer". "Ich schätze Toni Söderholm, aber in dieser Sache hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht."

Viel NHL-Erfahrung

Auch mit der ersten Olympia-Teilnahme des schon 35 Jahre alten Stürmers Daniel Pietta vom ERC Ingolstadt hatten nicht viele gerechnet. "Daniel kann Bullys gewinnen und ist ein sehr guter Unterzahlspieler. Beides ist sehr wichtig für uns", sagte Söderholm.

Im zweimaligen Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl (Skelleftea/Schweden), Tobias Rieder (Växjö/Schweden), Dominik Kahun (SC Bern) und Mannheims Holzer steckt zudem auch die Erfahrung von zusammen 1181 NHL-Spielen.

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