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Nike Oregon Project - Fall Salazar: Laut USADA-Chef kein WM-Athlet betroffen


Nike Oregon Project  

Fall Salazar: Laut USADA-Chef kein WM-Athlet betroffen

02.10.2019, 13:52 Uhr | dpa

Nike Oregon Project - Fall Salazar: Laut USADA-Chef kein WM-Athlet betroffen. Travis Tygart ist der Chef der US-Anti-Doping-Agentur USADA.

Travis Tygart ist der Chef der US-Anti-Doping-Agentur USADA. Foto: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa. (Quelle: dpa)

Doha (dpa) - Keiner der Leichtathleten bei den Weltmeisterschaften in Doha ist nach Aussage des Chefs der US-Anti-Doping-Agentur in den Fall Alberto Salazar verwickelt.

"Wir hatten Aussagen von zehn anderen Sportlern, die im NOP (Nike Oregon Project) zwischen 2010 bis 2014 dabei waren. Alle von ihnen haben uns ihre medizinischen Auswertungen zur Verfügung gestellt", erklärte Travis Tygart in einem Interview mit ZDF Sport Extra. Zu den WM-Läufern aus dem Oregon-Projekt zählt auch die Deutsche Konstanze Klosterhalfen.

"Die Athleten waren Versuchstiere, so muss man es sagen", urteilte der US-Anwalt und Vorsitzende der USADA. Man habe den Sportlern keine Chance gegeben, "Medikamente oder verbotene Methoden von ihm oder seinem Arzt Jeffrey Brown abzulehnen".

Salazar wurde wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre gesperrt. Das hatte die USADA nach vierjährigen Ermittlungen mitgeteilt. Der 61-Jährige leitet das Nike Oregon Project in Portland. Dort trainieren seit vielen Jahren zahlreiche Weltklasseläufer.

Der ebenfalls gesperrte Brown habe nicht zu Aussagen bewegt werden können. "Das gesamte Umfeld im NOP hat versucht, alles zu verheimlichen", sagte Tygart. "Was wir feststellen konnten war, dass medizinische Experimente an Sportlern vorgenommen wurden, mit hochgradig gefährlichen Medikamenten, nicht nur Testosteron, sondern noch anderen verbotenen Dopingmitteln."

Der 48-Jährige sagte an den Geldgeber des Projekts gerichtet: "Nike sollte die Unterstützung für diese Sportler erhöhen, sie kompensieren und aufzeigen, dass dieses Verhalten, Sportler als Versuchstiere zu halten, falsch war und nicht mehr wieder vorkommen wird."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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