Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Leichtathletik >

Geher Brembach zur Hitze-WM in Doha: "Vergabe hatte rein politische Gründe"


Nach Hitze-Kollaps in Doha  

Geher Brembach: "WM-Vergabe hatte rein politische Gründe"

17.10.2019, 14:21 Uhr | t-online.de

Geher Brembach zur Hitze-WM in Doha: "Vergabe hatte rein politische Gründe". Der deutsche Geher Nils Brembach: Beim 20 Kilometer-Gehen während der WM in Katar brach der 26-Jährige zusammen. (Quelle: imago images/Chai v.d. Laage)

Der deutsche Geher Nils Brembach: Beim 20 Kilometer-Gehen während der WM in Katar brach der 26-Jährige zusammen. (Quelle: Chai v.d. Laage/imago images)

Bei der Leichtathletik-WM in Doha erlitt der deutsche Geher Nils Brembach einen Hitze-Kollaps und musste den Wettkampf abbrechen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio erwarten ihn noch härtere Bedingungen.

Bei der Europameisterschaft im Vorjahr belegte Nils Brembach einen starken fünften Platz. Der gebürtige Berliner wollte bei der Weltmeisterschaft in Doha an seine Leistung anknüpfen. Doch nach etwa Dreiviertel der Strecke brach er zusammen und musste das Rennen abbrechen.

"Ich habe mich über drei Monate lang sehr intensiv auf solche harten Bedingungen vorbereitet", sagt der Geher in einem Interview mit den "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Sogar ein spezielles Hitzetraining habe er absolviert. Doch dann kam der Tag des Rennens und die Vorbereitungen brachten bei Brembach nicht den gewünschten Erfolg.

"Es war, als stünde ich in Flammen"

"Ich fühlte mich plötzlich wie vor einer Feuerwand", beschreibt Brembach das Gefühl, welches ihn kurz vor seinem Zusammenbruch beschlich. "Es war, als stünde ich in Flammen", berichtet der Akteur des SC Potsdam weiter. Bereits kurz zuvor wurde ihm einmal schwarz vor Augen. Doch da hatte er eine Wasserflasche in der Hand und konnte sich kühlen, daraufhin ging es eineinhalb Kilometer normal weiter.

Verärgert zeigt sich Brembach über die WM-Vergabe an Doha. Der Sportler unterstellt, dass die Vergabe rein politische Gründe hatte und beklagt die fehlende Rücksicht auf die Athleten. "Alle haben denselben äußeren Rahmen und wer am besten damit klarkommt, gewinnt. Aber irgendwann muss eine Grenze gezogen werden", fordert der Berliner.

Geher Nils Rembach bei der WM in Doha: Ab jetzt geht sein Blick nach vorne auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. (Quelle: imago images/Chai v.d. Laage)Geher Nils Rembach bei der WM in Doha: Ab jetzt geht sein Blick nach vorne auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. (Quelle: Chai v.d. Laage/imago images)

Blick auf Olympia 2020 in Tokio

Zumindest körperlich hat sich Nils Brembach mittlerweile erholt. "Allerdings kratzt so etwas stark am Ego", gibt er zu. Den Blick richtet er nun aber nach vorne, denn im nächsten Sommer steht sein persönliches Karriere-Highlight an: Die Olympischen Sommerspiele in Tokio. "Olympia ist das Größte für einen Geher wie mich", zeigt er sich vorfreudig auf die Spiele.

Kritik am Austragungsort Tokio möchte Brembach aufgrund der noch härteren Bedingungen aber nicht äußern. Vielmehr möchte er sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren und sich "keine negativen Gedanken machen, die mich selbst ausbremsen könnten".

Verwendete Quellen:

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal