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NĂ€chster Schock fĂŒr THW Kiel: Sagosen fĂ€llt monatelang aus

Von dpa
Aktualisiert am 26.06.2022Lesedauer: 2 Min.
SchlĂŒsselspieler
Kiels Trainer Filip Jicha (l) im GesprĂ€ch mit SchlĂŒsselspieler Sander Sagosen. (Quelle: Frank Molter/dpa/dpa-bilder)
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Das Verletzungsdrama um Superstar Sander Sagosen versetzte den THW Kiel vor dem Saison-Endspurt kurzzeitig in einen Schockzustand.

Sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen des deutschen Handball-Rekordmeisters litten am Sonntag mit dem Norweger, der sich im Bundesliga-Heimspiel gegen den HSV Hamburg einen Bruch im linken Sprunggelenk und einen Syndesmosebandriss zuzog und bis zu acht Monate ausfÀllt. "Sich diese Verletzung anzusehen, war traurig, unmenschlich, schlimm", klagte THW-KapitÀn Domagoj Duvnjak.

Ausfall eines weiteren SchlĂŒsselspielers

Nach Abwehrchef Hendrik Pekeler, der einen Riss der Achillessehne erlitt, fehlt den Kielern damit ein weiterer LeistungstrĂ€ger weit ĂŒber die letzten zwei Liga-Spiele dieser Saison und das Finalturnier in der Champions League Mitte Juni hinaus. "Es ist natĂŒrlich brutal, dass wir innerhalb so kurzer Zeit zwei unserer SchlĂŒsselspieler durch Verletzungen verloren haben", sagte THW-Trainer Filip Jicha.

Auf den langfristigen Ausfall von Pekeler hatte der Tabellenzweite mit der kurzfristigen Verpflichtung von Routinier Bjarte Myrhol reagiert. Der 40 Jahre alte Norweger feierte beim 29:22 gegen den HSV ein gelungenes Comeback. Die Verletzung von Sagosen trifft den THW aber noch hÀrter. "Einen Ausfall von Sander Sagosen können wir nicht kompensieren. Auf ihn ist unser Angriffsspiel zugeschnitten, er hat die meisten Aktionen. Wenn so ein Spieler ausfÀllt, ist das immer tragisch und sehr, sehr schade", sagte Pekeler dem Pay-TV-Sender Sky.

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"Wir mĂŒssen jetzt als Mannschaft zusammenstehen"

Zumal fĂŒr die Kieler in der Schlussphase der Saison noch viel auf dem Spiel steht. ZunĂ€chst muss in den letzten beiden Bundesligaspielen am 8. Juni bei den Rhein-Neckar Löwen und am 12. Juni gegen Frisch Auf Göppingen der zweite Rang hinter Meister SC Magdeburg gesichert werden, um auch in der nĂ€chsten Spielzeit in der lukrativen Champions League dabei zu sein. Zwei Punkte betrĂ€gt der Vorsprung des THW vor dem Tabellendritten FĂŒchse Berlin, der noch in Balingen und zuhause gegen Flensburg antreten muss.

Und dann ist da noch der Traum vom fĂŒnften Triumph in der Königsklasse beim Final4 am 18./19. Juni in Köln, wo es im Halbfinale zum Duell mit Titelverteidiger FC Barcelona kommt. Kein Wunder, dass die schwere Verletzung von Sagosen auf die Stimmung drĂŒckte. "Im Handball passieren leider Dinge, die nicht passieren dĂŒrften. Einen weiteren Spieler in dieser Phase der Saison zu verlieren, ist ein harter Schlag", sagte THW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Viktor Szilagyi.

Auch der Trainer war niedergeschlagen, richtete den Blick aber schnell nach vorn. "Wir fĂŒhlen mit Peke und Sander, wissen aber auch, dass es ohne die beiden gehen muss. Wir mĂŒssen diesen Tag jetzt erst einmal sacken lassen, die Köpfe dann aber wieder hochnehmen", sagte Jicha. Und KapitĂ€n Duvnjak appellierte: "Wir mĂŒssen jetzt als Mannschaft zusammenstehen, jeder in den letzten wichtigen Saisonspielen alles geben."

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