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Nach Nazispielen 1936: Olympia 100 Jahre später in Berlin und Tel Aviv?

100 Jahre nach Nazispielen  

Soll Olympia 2036 in Berlin und Tel Aviv stattfinden?

03.04.2021, 11:49 Uhr | sid, t-online

Nach Nazispielen 1936: Olympia 100 Jahre später in Berlin und Tel Aviv?. Das Olympiastadion in Berlin: Hier fanden 1936 die Nazispiele statt.  (Quelle: imago images/Michael Kneffel)

Das Olympiastadion in Berlin: Hier fanden 1936 die Nazispiele statt. (Quelle: Michael Kneffel/imago images)

Die Olympischen Sommerspiele sind bis zum Jahr 2028 bereits vergeben. Dennoch laufen die Planungen darüber hinaus. In Hinblick auf die Spiele 2036 gibt es nun einen interessanten Vorschlag – als Zeichen des Friedens.

Für die Olympischen Spiele 2036 wäre eine gemeinsame Ausrichtung durch die Städte Berlin und Tel Aviv wünschenswert. Diese Meinung vertreten Richard Meng, Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft Berlin, und Frank Kowalski, Geschäftsführer und Organisationschef der Leichtathletik-EM Berlin 2018, in einem Gastbeitrag für die "Berliner Morgenpost".

Berlin und Tel Aviv wäre ein "starkes Signal des Friedens"

Olympia 2036 sei "nach den Nazispielen von 1936 ein schwieriges Datum für Deutschland und Berlin", aber: "Ist deshalb das Datum allein schon ein Grund zum Verzicht?" Man könne das auch umgekehrt sehen: Gerade 2036 ließe sich zeigen, was sich geändert hat und noch ändern muss.

Richard Meng spricht sich für Olympische Spiele in Berlin aus. (Quelle: imago images/Bernd Friedel)Richard Meng spricht sich für Olympische Spiele in Berlin aus. (Quelle: Bernd Friedel/imago images)

Man könne mit Berlin und Tel Aviv ein starkes Signal des Friedens und der Versöhnung setzen, schreiben Meng und Kowalski. Ein Signal, das die historische Belastung nicht verdränge, sondern die daraus erwachsende Verantwortung aufgreife: "Ein solches Signal wäre es, wenn sich Deutschland und Israel gemeinsam bewerben."

Eine gemeinsame Bewerbung der beiden Städte sei eine hochsympathische Vision und eine riesige Aufgabe zugleich: "Es lohnt, darüber ernsthaft nachzudenken." Speziell Berlin und Tel Aviv, "zwei liberale und pulsierende Metropolen, könnten gemeinsam für einen anderen Spirit stehen, für Perspektive über die Gegenwart hinaus".

Nach der gescheiterten Bewerbung der Rhein-Ruhr Region um Oympia 2032 hatte es zuletzt auch Diskussionen um einen erneuten Antrag für 2036 gegeben. Ob es zu einer erneuten Bewerbung kommt, müsse aber zunächst der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden. Eine Austragung der Spiele nur auf deutschem Boden ist wegen der historischen Hypothek durch die Berliner Spiele von 1936 umstritten.

Verwendete Quellen:

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