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Olympia 2021: Johannes Bitter: "Sachen, die man im Handball nicht sehen möchte"


Olympia-Handball-Auftakt  

Bitter: "Sachen, die man im Handball nicht sehen möchte"

24.07.2021, 13:11 Uhr
Olympia 2021: Johannes Bitter: "Sachen, die man im Handball nicht sehen möchte". Johannes Bitter: Der DHB-Torwart zeigte gegen Spanien eine starke Leistung, gab dem Team Rückhalt.  (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Johannes Bitter: Der DHB-Torwart zeigte gegen Spanien eine starke Leistung, gab dem Team Rückhalt. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Die deutschen Handballer um Trainer Alfred Gislason mussten sich am Samstag gegen Spanien beweisen. Der Auftakt der Olympischen Spiele ist für das DHB-Team trotz starker Leistung nicht geglückt.

Keine leichte Aufgabe erwartete die deutschen Handballer zum Auftakt der Olympischen Spiele: Das Team um Trainer Alfred Gislason musste gegen Europameister Spanien im Yoyogi National Stadium ran – ohne Erfolg. Das Spiel endete ganz knapp 28:27 für Spanien.

Trainer Alfred Gislason danach: "Wir sind natürlich unzufrieden und enttäuscht. Wir haben, denke ich, eine gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit sind wir erst aus dem Rhythmus gekommen. Die Mannschaft kann mitnehmen, dass sie gut gespielt hat, wenn auch nicht perfekt."

Johannes Bitter: Der DHB-Torwart zeigte gegen Spanien eine starke Leistung, gab dem Team Rückhalt.  (Quelle: dpa/Swen Pförtner)Johannes Bitter: Der DHB-Torwart zeigte gegen Spanien eine starke Leistung, gab dem Team Rückhalt. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Danach ergänzte er: "Wir haben nur den Tag morgen, um uns auf Argentinien vorzubereiten. Das wird auch kein einfaches Spiel."

"Damit wir einen Nachteil haben"

Auch DHB-Torwart Johannes Bitter war nach dem Spiel enttäuscht. "Ich bin tief gefrustet. Wir haben ein gutes Spiel und vieles richtig gemacht", so der 38-jährige Oldie. Vor allem störte sich Bitter aber an der spanischen Spielweise in den letzten Minuten: "Das sind Sachen, die man im Handball nicht sehen möchte", echauffiert sich der Keeper. Laut Bitter hätten die Gegenspieler den Ball absichtlich nass gemacht, "damit wir einen Nachteil haben und einen technischen Fehler machen."

Zu Beginn des Spiels präsentierten sich beide Mannschaften selbstbewusst. Für Spanien verwandelte Aleix Gómez einen Siebenmeter. Danach wehrte Johannes Bitter einen Schuss der Spanier ab. Philipp Weber machte den Ausgleich zum 1:1 – in Unterzahl. Zuvor hatte Steffen Weinhold am Kreis zu sehr von hinten geschoben und Spaniens Alex Dujshebaev zu Boden gebracht. Dafür gab es zwei Minuten Zeitstrafe. Danach war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Spanien erhöhte, das deutsche Team zog gekonnt nach. Auch dank einer starken Leistung von Bitter im Tor. Nach einer Viertelstunde ging das DHB-Team erstmals mit zwei Toren dank Paul Drux, Weinhold und Timo Kastening mit 7:5 in Führung.

Doch Spanien kämpfte sich wieder ran – und schaffte nach 22 Spielminuten den Ausgleich zum 10:10. Nach der ersten Halbzeit führte die deutsche Mannschaft knapp mit 13:12. Johannes Bitter machte starke neun Paraden.

Erst Jubel, dann vergebener Siebenmeter 

Der Krimi ging auch in der zweiten Halbzeit weiter. Als Julius Kühn zum 18:19 traf und den Abstand verkürzte, schallte der Jubel des DHB-Teams durch die Halle. Danach bekam Marcel Schiller einen Siebenmeter – und vergab. Danach erhöhte Spaniens Raul Entrerrios zum 20:18 für seine Mannschaft. Nach 16 Minuten der zweiten Halbzeit stand es 21:21. Ein richtiger Handball-Krimi.

Alfred Gislason stand entspannt an der Seitenlinie, versuchte seine Mannschaft weiter zu motivieren. In der 23. Minute glich Gensheimer mit seinem getroffenen Siebenmeter zum 24:24 aus. Als der Europameister zum 25:24 durch Ferran Sole erhöhte, ärgerte sich Andreas Wolff sichtlich. Kurz vor Schluss gelang Uwe Gensheimer erneut ein erfolgreicher Siebenmeter, der zur 27:26-Führung für das DHB-Team führte. Bis zum Ende lieferten sich beide Teams ein hart umkämpftes Spiel, das Spanien am Ende dann mit 28:27 für sich entscheiden konnte. 

Finn Lemke: "Das war sehr ärgerlich. Es ist immer noch alles offen. Das Ziel ist es, ins Viertelfinale zu kommen."

Ein irrer Auftakt mit Last-Minute-Sieg für Spanien. Die DHB-Mannschaft spielt in der Gruppenphase noch gegen Argentinien, Rekordweltmeister Frankreich, Norwegen und Brasilien. Nur die besten vier Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtung

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