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Olympiasiegerin Heidi Biebl ist tot (✝80): Plötzlich war sie ein Star


Olympiasiegerin Heidi Biebl verstorben

Von sid
Aktualisiert am 24.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Heidi Biebl bei einem Ski-Abfahrtsrennen in den 60er-Jahren. Nun ist die Olympiasiegerin im Alter von 80 Jahren verstorben.Vergrößern des BildesHeidi Biebl bei einem Ski-Abfahrtsrennen in den 60er-Jahren. Nun ist die Olympiasiegerin im Alter von 80 Jahren verstorben. (Quelle: Pressefoto Baumann/imago-images-bilder)
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Die Allgäuerin gewann im Jahr 1960 sensationell Gold in Squaw Valley. In den letzten Jahren litt sie vermehrt unter gesundheitlichen Problemen. Ihr Wunsch zu ihrem 80. Geburtstag erfüllte sich nicht mehr.

Der deutsche Skisport trauert um Heidi Biebl. Die Olympiasiegerin in der Abfahrt von 1960 verstarb am vergangenen Donnerstag im Alter von 80 Jahren nach kurzer Krankheit im Klinikum Immenstadt. Das bestätigte der Ski Club Oberstaufen auf SID-Anfrage.

Ihr Name wird für immer mit dem 20. Februar 1960 verbunden bleiben. Drei Tage nach ihrem 19. Geburtstag fuhr Biebl in Squaw Valley aus dem Nichts zu olympischem Abfahrtsgold. Plötzlich war sie ein Star – und wusste nicht, wie ihr geschah. Die Hymne bei der Siegerehrung? "Ich habe die gar nicht gekannt", erzählte Biebl zu ihrem 80. dem SID und lachte.

Biebl wuchs im beschaulichen Oberstaufen im Allgäu in bescheidenen Verhältnissen auf. "Ich musste mir vieles hart erkämpfen", sagte sie. Auch die Skikarriere. Biebl schlug den Rat aus, Abitur zu machen – und setzte voll auf den Sport. Buchstäblich goldrichtig.

Viel hatte sie nicht von ihrem Sieg. "Ich war einfach zu unerfahren und konnte die Medaille nicht vermarkten", sagte sie bedauernd. Biebl wurde von ihrer Skifirma eine Armbanduhr angeboten: "Aber ich hatte schon eine." Sie bekam stattdessen den Führerschein bezahlt.

Biebl über ihr Karriereende: "Ich war zu undiplomatisch"

Die Bundesrepublik ehrte Biebl mit dem Silbernen Lorbeerblatt, vom Deutschen Skiverband (DSV) gab es die Ehrennadel. Nach zwei vierten Plätzen bei Olympia 1964 beendete sie wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem DSV schon 1966 ihre Karriere: "Ich war zu undiplomatisch."

Zum 75. widmete ihr Heimatort ihr den Heidi-Biebl-Weg. In jüngerer Vergangenheit ging es ihr gesundheitlich nach einer Venen-OP schlechter, jammern aber wollte sie nicht. Zum 80. wünschte sie sich "noch möglichst lange Zeit schöne, gute Tage" mit ihrem Mann Bora, der jetzt um seine Heidi trauert.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
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